Mittwoch, 03. Juni 2015

Edelmetallmarkt: Überblick über den Mai 2015

Wie hat sich der Edelmetallmarkt im Mai entwickelt? Die von Anlegern erhofften Impulse konnten nicht gegeben werden, der Goldpreis beispielsweise schloss den letzten Monat mit 1.190 US-Dollar pro Feinunze ab. Damit gelang zwar ein leichtes Plus von 0,3 Prozent, doch zufriedene Anleger sehen anders aus. Zur Monatsmitte hin gab es zwar einen Ausbruchsversuch, doch die wichtige Hürde von 1.230 US-Dollar pro Feinunze konnte zumindest nicht dauerhaft überwunden werden.

Anders sieht es dagegen beim Goldpreis in Euro aus. Durch den steigenden Dollar legte der Goldpreis hier um rund drei Prozent zu und war damit eines der erfolgreichsten Edelmetalle des letzten Monats. Trotzdem bleibt das gelbe Edelmetall aus fundamentaler Sicht unterbewertet. Die Märkte versprechen jedoch weiterhin Spannung pur – die Griechenland-Pleite, die immer noch droht, die expansive Geldpolitik seitens der Zentralbanken, aber auch das Niedrigzinsumfeld können sich auf den Goldpreis auswirken. Beim Silber zeigten sich kaum Veränderungen, der kleine Bruder von Gold pendelt weiter zwischen 16 und 17 US-Dollar pro Feinunze. Trotzdem gelang Silber im Mai ein Plus von 3,7 Prozent.

Platin und Palladium im Mai wenig gefragt

Bei den Platingruppenmetallen, allen voran Platin und Palladium, gab es im letzten Monat eine eher schwache Nachfrage und auch kaum Veränderungen beim Preis. Beide Industriemetalle schlossen den Monat mit einer schwarzen Null ab. Interessant dabei ist vor allem der Platinpreis, der bei 1.110 US-Dollar pro Feinunze lag und damit immer noch unter dem Goldpreis.

Insbesondere die Nachfrage aus China gilt derzeit als sehr schwach. Ebenfalls schwächelt die Nachfrage aus der Automobilindustrie. Beide Faktoren drücken den Platinpreis. Ebenfalls hat der World Platinum Investment Council das Defizit für dieses Jahr von 235.000 auf 190.000 Feinunzen nach unten korrigiert. Das trübt die Aussichten auf steigende Platinpreise weiter.

Bei den Minengesellschaften sieht es ähnlich aus, sie bewegen sich weiterhin seitwärts. Lediglich die beiden australischen Minenbetreiber Northern Star und Evolution konnten eine positive Entwicklung verzeichnen. Beide haben vor, in den kommenden Monaten zur australischen Nummer zwei der Minenbetreiber zu werden und liefern sich dabei ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide Unternehmen kaufen Minenprojekte in großem Stil und wollen ihr Ziel damit erreichen. Zuletzt hatte etwa Evolution Mining die Cowal Mine gekauft – von Barrick Gold, dem weltgrößten Goldproduzenten.

© WEGHV Redaktion