Montag, 07. Dezember 2020

Palladium unter Druck

Palladium hat sich am Donnerstag nach einem scharfen Rollentausch am Edelmetallmarkt unterdurchschnittlich entwickelt, wie aus einem Bericht von Kitco News hervorgeht. Demnach steht das Edelmetall deutlichem, technischem Verkaufsdruck gegenüber. Insgesamt sank der Palladiumpreis an nur einem Tag um über sieben Prozent. Das ist die schärfste Korrektur Palladiums seit dem 21. April 2020.

Daniel Ghali, Rohstoffstratege bei TD Securities, erklärte dies mit dem relativ kleinen Markt, den Palladium hat. Dadurch brauche es keine großen Geschehnisse, um die Zahlen deutlich zu beeinflussen. Er geht davon aus, dass „Selloff taktischer ist“, denn Palladium hat nach wie vor eine „starke, grundlegende Unterstützung“.

Andere Experten gehen dagegen von einer verzögerten Reaktion auf die kürzlichen Neuigkeiten vom russischen Nickel- und Palladiumproduzenten Norilsk Nickel aus. Das Unternehmen erklärte in einem Interview mit Reuters, dass man etwas weniger Palladium verkauft habe, als man in diesem Jahr produziert habe.

Allerdings sind die Analysten sich einig: Palladium steht zwar derzeit etwas unter Verkaufsdruck, eine bedeutende Veränderung am Markt erwarten sie jedoch nicht. Bei Metals Focus sieht man sogar einen Preis von etwa 3.000 US-Dollar pro Feinunze Palladium für das kommende Jahr.

© WEGHV Redaktion