Montag, 06. Juli 2020

Münze Österreich: Rekordzahlen nach schwierigem Jahr 2019

Die Münze Österreich hat im abgelaufenen Kalenderjahr massive Umsatzeinbußen verzeichnet, obwohl die Goldpreise gestiegen sind. Gerade zum Jahresende gab es zwar eine deutliche Nachfragesteigerung, wohl auch aufgrund der Tatsache, dass die Grenze für anonyme Edelmetallkäufe in Deutschland auf 2.000 Euro gesenkt wurde, dennoch konnte die Münze Österreich für das Gesamtjahr 2019 nur einen Umsatz von 586,7 Millionen Euro erzielen. Ein Jahr zuvor lag dieser noch bei 963,7 Millionen Euro.

Gerhard Starsich, Generaldirektor bei Münze Österreich, erklärte gegenüber „Die Presse“, dass 2019 generell ein schwieriges Jahr für den Edelmetallsektor gewesen sei. Einerseits sei die Wirtschaft gut gelaufen, andererseits habe sich die Börse überraschend positiv entwickelt. Beides sind Faktoren, die sich negativ auf das Goldgeschäft auswirken. Alleine bei den Umsätzen des beliebten Wiener Philharmonikers verzeichnete man einen Rückgang von 383,9 Millionen Euro auf 259,4 Millionen Euro – obwohl die beliebte Goldanlagemünze 2019 ihr 30. Jubiläum feierte.

2020 ist deutlich besseres Jahr für Münze Österreich

Ganz anders präsentiert sich die Lage aktuell. Alleine im ersten Halbjahr 2020 konnte Münze Österreich einen Bruttoerlös von 1,2 Milliarden Euro erzielen. Laut Starsich war der Monat März dabei der bisher stärkste der gesamten Geschichte der Prägeanstalt. Für das Gesamtjahr 2020 geht man bei Münze Österreich derzeit von einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro aus.

© WEGHV Redaktion