Donnerstag, 28. Mai 2020

Perth Mint freut sich über gestiegene Absätze im April 2020

Die australische Prägestätte Perth Mint konnte im April gestiegene Absätze bei Gold und Silber verzeichnen. Vor allem die Angst der Anleger vor einer globalen Ausweitung der Pandemie hat sie in die sicheren Häfen der Edelmetalle gelockt. Wie aus einem Bericht von CoinNews.net hervorgeht, sind die Goldbullionverkäufe der Perth Mint im April 2020 auf den höchsten Stand seit Beginn der Datenerfassung der Website im Februar 2013 gestiegen. Die Silberbullionverkäufe kletterten auf den zweithöchsten Stand.

Die Perth Mint konnte den Angaben zufolge im vierten Monat des Jahres 120.504 Feinunzen Gold in Form von Münzen und Barren verkaufen. Die Silberverkäufe beliefen sich auf 2,1 Millionen Unzen. Damit wurde 17 Mal mehr Silber als Gold verkauft.

Rückblick 2020

Zurückblickend auf das Gesamtjahr 2020 stiegen die Verkaufszahlen der Silberbullionprodukte der Perth Mint auf 5,9 Millionen Unzen, beim Gold auf 285.500 Unzen. Verglichen mit den Käufen der Silver und Gold Eagles der U.S. Mint ergab sich dabei folgendes Bild: Die US-Prägestätte könnte 10,7 Millionen Unzen der Silber- und 323.500 Unzen der Goldmünzen in den ersten vier Monaten des Jahres an den Mann bringen.

Allerdings wird es erst im weiteren Jahresverlauf spannend: Die Sorgen um das Finanzsystem steigen – nicht zuletzt, weil die Fed und andere Zentralbanken derzeit in atemberaubendem Tempo Geld drucken.

Wie groß wird die Nachfrage nach physischen Edelmetallen noch ausfallen?

Im letzten Jahr wurden 186 Millionen Unzen Silberbullion nachgefragt, wie aus den aktuellen Daten des World Silver Survey 2020 des Silver Institute zu entnehmen ist. 2013 gab es die bisher höchste Nachfrage nach Silberbullion, die bei 300 Millionen Unzen lag. Damals war dies auf den massiv gefallenen Silberpreis zurückzuführen.

Wie Steve St. Angelo berichtet, geht er davon aus, dass die Nachfrage den Markt nur dann überwältigen könnte, wenn diese auf mehr als 500 oder gar 600 Millionen Unzen klettern würde. Allerdings sieht er diese Entwicklung als gar nicht so unrealistisch an. Dafür würde es bereits ausreichen, wenn sich ein Prozent mehr Anleger für den Kauf physischer Silberinvestments entscheiden würden.

© WEGHV Redaktion