Mittwoch, 13. Mai 2020

Platinmünzen während Corona-Pandemie stärker gefragt

Die Nachfrage nach Platinmünzen ist in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 deutlich gestiegen, wie aus einem Bericht des World Platinum Investment Council (WPIC) hervorgeht. Demnach wurden bis Ende April bereits 56.500 Unzen der Platinmünze American Eagle zu einer Unze verkauft.

Die Münzen werden ausschließlich anhand der Nachfrage von Investoren ausgegeben. Doch nicht nur die Nachfrage nach Edelmetallmünzen ist im März und April 2020 deutlich gestiegen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind auch die Liefermöglichkeiten eingeschränkt. Das Zusammenspiel dieser beiden Faktoren hat dazu geführt, dass die Preise für Edelmetallmünzen deutlich angezogen haben.

Wer interessiert sich für Platinmünzen?

Platinmünzen sprechen derzeit vor allem Investoren an, die nach Diversifikationsmöglichkeiten für ihr Portfolio suchen und natürlich nach langfristigen Wertanlagen. Zudem kann der Kauf und Verkauf von Platinmünzen auch steuerlich Sinn machen. Grundsätzlich gelten Platinmünzen etwa als gesetzliches Zahlungsmittel, im Vereinigten Königreich unterliegen sie daher auch beim Verkauf keiner Kapitalsteuer. In den USA sind Platinmünzen vor allem als Bestandteil von Rentenportfolios gefragt.

Dabei kommt den American Eagle Platinmünzen eine besondere Rolle zu: Sie sind die einzigen Platinmünzen, deren Gewicht, Gehalt und Reinheit von 99,95 Prozent von der US-Regierung garantiert werden. Zwar gelten sie auch hier als gesetzliches Zahlungsmittel, kommen jedoch als solches kaum in Umlauf.

© WEGHV Redaktion