Montag, 03. Februar 2020

Kann Platin den Abstand zu Palladium verringern?

Derzeit gilt Palladium weltweit als das wertvollste Edelmetall. Wie allerdings aus einem Bericht von ETF Trends hervorgeht, könnte Platin zu dem großen Rivalen aufschließen. In diesem Jahr soll Palladium noch doppelt so viel kosten, wie Platin. 2021 dagegen sollte der Preisunterschied sich wieder verringern, denn dann soll der Palladiumpreis von seinem Rekordhoch fallen und Platin soll gleichzeitig Boden gewinnen können, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Reuters.

Vorwiegend wird Platin genutzt, um es in Katalysatoren für Dieselfahrzeuge zu verwenden. Allerdings wachsen die umweltpolitischen Sorgen und dämpfen so die Nachfrage. Der Platinpreis ging in den letzten Jahren durch die schwächere Nachfrage und ein übermäßiges Angebot deutlich zurück. Gold und Silber haben in der gleichen Zeit Unterstützung gefunden, weil sie weiter als sichere Häfen vor dem Hintergrund der taubenhaften Geldpolitik der Federal Reserve gelten.

Sowohl Platin als auch Palladium werden für Katalysatoren verwendet, Platin zusätzlich für die Schmuckherstellung. Einst war Palladium das günstigere der beiden Metalle, allerdings sorgte das chronische Unterangebot für deutliche Preissteigerungen. Alleine seit 2016 ist der Palladiumpreis um über 400 Prozent nach oben geklettert. Der Platinmarkt dagegen wies ein deutliches Überangebot auf, wodurch sich das Metall schwer tat, sich von den seit Jahrzehnten anhaltenden Tiefs zu erholen.

© WEGHV Redaktion