Dienstag, 29. Oktober 2019

Gold- und Silberpreisprognosen nach oben korrigiert

Gold wird wieder attraktiver. Vor allem das schwächelnde Wirtschaftswachstum sowie die Aussichten auf anhaltend niedrige Zinsen treibt nervöse Investoren in den sicheren Hafen Gold. Kein Wunder, dass auch die Goldpreisprognosen nach oben korrigiert wurden, wie jetzt eine Umfrage von Reuters zeigt. Die Umfrage fand im Oktober 2019 statt, 40 Analysten und Trader beteiligten sich daran.

Laut den aktuellen Ergebnissen soll der Goldspotpreis für 2019 bei durchschnittlich 1.402 US-Dollar pro Feinunze liegen. Im kommenden Jahr rechnen die Experten mit einem Preis von 1.537 US-Dollar pro Feinunze. Bisher lagen die Prognosen bei 1.351 US-Dollar für 2019 und 1.433 US-Dollar pro Feinunze für 2020 – und damit deutlich niedriger. Aktuell kommt man 2019 auf einen reellen Durchschnittspreis von 1.375 US-Dollar pro Feinunze Gold.

Der ANZ-Analyst Daniel Hynes verwies in diesem Zusammenhang auf Zinssenkungen durch wichtige Zentralbanken, sowie die deutlich verschlechterten Aussichten für die Weltwirtschaft. Auch die zunehmenden geopolitischen Spannungen sorgen für einen Run auf Gold.

Silberpreise sind ebenfalls gestiegen

Auch bei der Prognose für die Silberpreise haben die Analysten im Vergleich zur letzten Umfrage vor drei Monaten noch einmal nach oben korrigiert. Damals kam man auf einen durchschnittlichen Silberpreis von 15,50 US-Dollar pro Feinunze für 2019. Mittlerweile liegt man schon bei 16,24 US-Dollar. Für 2020 lagen die Aussichten vor drei Monaten bei 16,86 US-Dollar, bei der aktuellen Erhebung kletterte die Prognose auf 18,13 US-Dollar.

Der aktuelle Durchschnittspreis von Silber für das laufende Jahr liegt bei 15,97 US-Dollar. Trotzdem wird Silber laut Reuters im Vergleich zu Gold günstig bleiben. Das Gold-Silber-Verhältnis soll den Angaben zufolge in diesem Jahr bei 86 und im kommenden Jahr bei 85 liegen.

© WEGHV Redaktion