Donnerstag, 20. Dezember 2018

Der American Buffalo im Überblick

Bereits seit 1986 kennt man die American Gold Eagle Anlagemünzen mit einer Feinheit von 916,6 bzw. 22 Karat. Im Juni 2006, also 20 Jahre nach dem American Gold Eagle, kam schließlich die American Buffalo Anlagemünze auf den Markt. Die U.S. Mint brachte die Münze heraus, da die Nachfrage nach einer Anlagemünze mit einer Feinheit von 999,9 bzw. 24 Karat stieg. Der American Buffalo war damit die erste 24-Karat-Anlagemünze aus Gold, die die USA herausgegeben hat.

Das Motiv stammt von der „Indian Head“, einer bereits 1913 erschienenen Nickelmünze mit einem Nennwert von fünf Cent. Es stammte von James Earle Fraser, der unter anderem von Augustus Saint-Gaudens lernte.

Indianer-Porträt auf American Buffalo

Heute ist das Indianer-Porträt auf der American Buffalo Anlagemünze weltbekannt. Was nur die wenigsten wissen: Es geht auf insgesamt drei Persönlichkeiten zurück. Zwei von ihnen sind als „Chief Iron Tail“ und „Chief Two Moons“ bekannt, über die dritte Persönlichkeit herrscht Unklarheit. Man vermutet „Chief John Big Tree“ oder „John Two Guns“ als dritte Person.

Das Porträt wird von einer Rundschrift umgeben, die das Wort Liberty, zu Deutsch Freiheit, den Buchstaben F für James Earle Fraser, das Prägejahr, sowie ein W für West Point beinhaltet.

Auf der Rückseite sieht man einen amerikanischen Bison, der auf einem von Gras bewachsenen Hügel steht. Allerdings diente dem Künstler Earle Fraser als Vorlage ein Tier aus dem New Yorker Zoo. Denn bereits zu seiner Zeit waren die Tiere, die in der nordamerikanischen Prärie lebten, vom Aussterben bedroht.

Über dem Bison sieht man das Ausgabeland „United States of America“ sowie den lateinischen Spruch „E pluribus unum“, was so viel wie „aus vielen eines“ bedeutet. Außerdem ist auf der Anlagemünze der Spruch „In Gold We Trust“ vermerkt, der auch als Wahlspruch der USA gilt.

Varianten der American Buffalo Goldmünze

Die American Buffalo hat einen Nennwert von 50 US-Dollar und ist mit einem geriffelten Münzrand versehen. Sie wird ausschließlich als 1-Unzen-Variante geprägt und ist nur in Gold erhältlich. Obwohl die American Buffalo 24 Karat hat, lag die jährliche Auflage bislang stets zwei Drittel unter der Auflage der American Eagles. Grund dafür dürfte die deutlich größere Bekanntheit der American Eagle Münzen sein.

Die Münzen wurden von der U.S. Mint in vakuumdichter Noppenfolie verpackt. Seit dem Prägejahr 2016 erfolgt die Verpackung in kleinen Plastikröhrchen, die unter Sammlern als Tubes bekannt sind. In Deutschland muss man nach dieser Anlagemünze schon suchen, da nicht jeder Händler sie im Sortiment hat. Zusätzlich fällt oft ein höherer Aufpreis an.

Eine Variation der Anlagemünze gibt es noch in Form der „Polierten Platte“. Diese Ausführung richtet sich vor allem an anspruchsvolle Sammler. Während das Motiv gleich bleibt, ist die Auflage auf maximal 300.000 Exemplare pro Jahr beschränkt. Die tatsächlich im Umlauf befindlichen Münzen sind jedoch deutlich weniger. 2007 wurden gerade einmal 58.998, 2008 nur 7.803 Stück geprägt.

Einmalig war 2008 die Auflage eines Vierer-Satzes, der auf 7.803 Stück beschränkt war. Er bestand aus der American Buffalo Goldmünze zu einer Zehntel, zu einer Viertel, einer halben und einer Unze. Ebenfalls wurden hin und wieder kleinere Proof-Einzelmünzen angeboten. Die Auflagen waren eher gering, für die Münzen mit einer Zehntel Unze lagen sie bei 11.081 Stück, bei einer Viertel Unze bei 5.322 Stück und bei einer halben Unze bei 4.366 Stück.

Nicht zu verwechseln ist die American Buffalo Goldanlagemünze mit der gleichnamigen Silbermünze mit rechteckiger Form.

© WEGHV Redaktion