Dienstag, 28. Juli 2020

Steigt der Silberpreis?

Klettert Silber auf 50 US-Dollar pro Feinunze? Fakt ist, dass Bart Malek, Leiter des Bereichs Rohstoffstrategie bei TD Securities im Interview mit Neils Christensen von Kitco News sehr positiv über die weitere Entwicklung des weißen Edelmetalls spricht.

So wird die aktuell laufende Silberrallye dem Experten zufolge durch starke Fundamentaldaten gestützt. Er geht davon aus, dass sich die Rallye weiter fortsetzen wird. Dennoch hält Malek eine Korrektur zum aktuellen Zeitpunkt für gesund. Malek geht davon aus, dass eine Konsolidierung bevorsteht, bei der das Edelmetall auf bis zu 19 US-Dollar pro Feinunze sinken könnte.

Die jüngsten Preissteigerungen lassen sich seiner Meinung nach vor allem auf die riesige Nachfrage aus dem Investmentsektor zurückführen. Aktuell ist die Nachfrage nach physischem Silber enorm. Alleine bei den ETFs, die mit Silber gedeckt sind, ergab sich ein Anstieg um 250 Millionen Unzen seit Jahresbeginn.

Laut Malek wird die Investmentnachfrage auch in Zukunft eine große Rolle spielen. Zum Jahresende rechnet er mit einer steigenden industriellen Nachfrage, vorausgesetzt natürlich, dass sich die Wirtschaft nach der Pandemie wieder erholt. Silber und sein großer Bruder Gold profitieren auch weiterhin von dem aktuell vorliegenden Niedrigzinsumfeld.

Malek geht davon aus, dass Silber zunächst den wichtigen Widerstand von 24 US-Dollar pro Feinunze überwinden muss. Wenn das gelingt, könnte das weiße Edelmetall aber wieder auf sein Allzeithoch aus dem Jahre 2011 klettern. Er spricht davon, dass 50 US-Dollar pro Feinunze „eine ziemliche Nummer“ wären. Allerdings hält er diese Marke im aktuellen Umfeld für realistisch, wenngleich sie „nicht für längere Zeit nachhaltig“ sein dürfte.

© WEGHV Redaktion