Donnerstag, 19. November 2020

Silver Institute gibt neuen Zwischenbericht für 2020 ab

Das Silver Institute hat einen neuen Zwischenbericht für den Silbermarkt abgebeben. Zusammen mit Metals Focus wurde der Bericht unter dem Titel „Interim Silver Market Review 2020“ erstellt. Darin enthalten sind sowohl historische Statistiken zu Angebot und Nachfrage am Silbermarkt, als auch vorläufige Schätzungen für das laufende Jahr.

Silbernachfrage soll sich rückläufig entwickeln

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Analysten einen industriellen Nachfragerückgang nach Silber in Höhe von neun Prozent erwarten. Im Schmuckbereich soll der weltweite Nachfragerückgang sogar bei 23 Prozent liegen. Mit minus 34 Prozent schätzt man die Entwicklung der Produktion von Silberwaren ein.

Lediglich für die Nachfrage nach physischem Silber als Investment prognostizieren die Experten eine Zunahme von 27 Prozent für das laufende Jahr. Insgesamt würde damit die Nachfrage jedoch um sechs Prozent sinken.

Sinkendes Angebot bei Silber

Bei der Minenproduktion erwarten die Analysten ein Minus von sechs Prozent – ebenso beim gesamten Silberangebot am Markt. Anders dagegen sieht es beim Altsilber aus. Hier könnte den Schätzungen zufolge das Angebot um sieben Prozent zulegen. Ebenfalls dürften die Nettoverkäufe von Silber sich um rund 21 Prozent erhöhen.

Im laufenden Jahr soll demnach am Silbermarkt ein Überschuss von 31,5 Millionen Unzen zustande kommen. Das wäre das höchste Niveau seit drei Jahren. Allerdings schätzen die Experten, dass die Stärke der weltweiten Silberinvestitionen diesen Überschuss komplett absorbieren wird.

Schließlich konnten die Netto-Investments in Silber-ETPs zuletzt um 329 Prozent bzw. 350 Millionen Unzen zulegen. Ebenfalls weist der Bericht einen Durchschnittspreis für das weiße Edelmetall aus. Dieser dürfte um 27 Prozent auf 20,60 US-Dollar pro Feinunze klettern. Damit würde der Silberpreis das höchste Niveau seit 2013 erreichen.

© WEGHV Redaktion