Dienstag, 02. Juni 2020

Silber: Produktionseinbußen erwartet

Eigentlich lief alles gut für Silber. So konnte Mexiko etwa seine Silberproduktion im letzten Jahrzehnt laut Angaben aus dem CPM Silver Year Book 2020 auf 190,3 Millionen Unzen steigern. Das ist für das Jahr 2019 ein Plus von 48 Prozent gegenüber 2010. Der Anteil Mexikos an der weltweiten Minenproduktion steigerte sich von 18,7 Prozent 2010 auf 25 Prozent im vergangenen Jahr. Gleichzeitig konnte der weltweite Silberausstoß um 10,4 Prozent auf 760,1 Millionen Unzen gesteigert werden.

Jeff Christian, seines Zeichens Managing Director der CPM Group, erklärte gegenüber Mining Journal, dass man eigentlich davon ausgegangen war, dass Mexiko den Wachstumskurs auch 2020 weiter beibehalten würde. Man ging von einer Steigerung der Produktion auf 194,6 Millionen Unzen aus.

Geringere Silberproduktion durch Corona

Aufgrund der Corona-Eindämmungsmaßnahmen jedoch dürfte sich diese Erwartung nicht realisieren lassen. Mittlerweile rechnet man mit einem Produktionsverlust von 15,9 Millionen Unzen. Selbst Peru soll laut den aktuellen Angaben 5,2 Millionen Unzen weniger Silber produzieren.

Christian erklärte, dass die CPM Group von einem Produktionsverlust von rund 20 Millionen Unzen Silber ausgeht – und das sei noch eine sehr konservative Schätzung. Schließlich sei bislang völlig unklar, wie sich die Coronakrise tatsächlich auf den Markt auswirken wird. Auch deutlich höhere Einbußen seien demnach denkbar.

© WEGHV Redaktion