Freitag, 24. April 2020

So sieht der „World Silver Survey 2020“ aus

Das Silver Institute hat in Zusammenarbeit mit dem GFMS Team von Refinitiv den jährlichen Bericht unter dem Titel „World Silver Survey 2020“ herausgegeben. Aus den Daten geht hervor, dass die Silbernachfrage im vergangenen Jahr um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Insgesamt belief sich die Nachfrage demnach auf 991,8 Millionen Unzen Silber.

Der durchschnittliche Silberpreis lag 2019 bei 16,21 US-Dollar pro Feinunze. Den niedrigsten Stand markierte das weiße Edelmetall bei 14,38 US-Dollar pro Feinunze, den Höchststand bei 19,31 US-Dollar je Feinunze.

Nachfrage nach Silber

Bei der Silbernachfrage gab es im Vergleich zum Rekordjahr 2015 deutliche Rückgänge zu verzeichnen. So fiel die Nachfrage in diesem Vergleichszeitraum um mehr als 40 Prozent. Gleichzeitig war 2019 das dritte Jahr in Folge, in dem die Silbernachfrage nach Münzen und Barren sich auf weniger als 200 Millionen Unzen belief.

Bei der Nachfrage nach Silberschmuck ergab sich im abgelaufenen Jahr ein Minus um ein Prozent. Sie betrug damit nur noch 201,3 Millionen Unzen Silber. Bei der weltweiten Nachfrage nach Silberwaren aller Art ergab sich ein Minus von neun Prozent, so dass diese nur noch bei 59,8 Millionen Unzen lag. Selbst die globale Nachfrage nach dem weißen Edelmetall verlor 2019 um 0,1 Prozent und lag damit nur noch bei 510,9 Millionen Unzen.

Das Silberangebot 2019

Auch auf der Angebotsseite musste man Rückgänge verzeichnen. So haben die Silberminen rund ein Prozent weniger Silber als noch 2018 produziert. Der Gesamtausstoß belief sich auf 836,5 Millionen Unzen. Eine Steigerung konnte dagegen auf dem Markt für Altsilber beobachtet werden. Hier gab es ein Plus von einem Prozent, so dass das Angebot insgesamt bei 169,9 Millionen Unzen lag.

Für das Gesamtjahr ergab sich ein physischer Überschuss am Silbermarkt von 31,3 Millionen Unzen. Damit wurde bereits das vierte Jahr in Folge ein Angebotsüberschuss verzeichnet.

© WEGHV Redaktion