Donnerstag, 26. März 2020

Silberproduktion rückläufig

Wie aus einem Bericht von Kitco-News hervorgeht, mussten mehrere Bergbauanlagen für Silber weltweit aufgrund der grassierenden Corona-Pandemie geschlossen werden. Dadurch wiederum wird die Silberproduktion deutlich reduziert, wie auch Keith Neumeyer, CEO bei First Majestic Silver, bestätigt.

Seinen Angaben zufolge habe man 2018 noch 855 Millionen Unzen Silber gefördert. Jetzt wurden Silberminen in Peru, Chile und Argentinien stillgelegt. Diese produzierten bisher 145 Millionen, 42 Millionen und 26,5 Millionen Unzen des weißen Edelmetalls. Insgesamt kommt man so auf einen Produktionsrückgang von 213,5 Millionen Unzen.

Gleichzeitig fehlt beim Silber die Verbindung zwischen dem physischen und dem Papiermarkt. Das Edelmetall sank zuletzt auf den niedrigsten Wert seit zehn Jahren. Damit wird laut Neumeyer klar, dass „die Papiermärkte ein vollkommener Trugschluss sind“.

Er sprach weiter davon, dass die Einbrüche beim Silberpreis rein finanzieller Natur seien. Sie hätten nichts mit den veränderten Angebots- und Nachfragefundamentaldaten zu tun. Vielmehr mussten Anleger ihre Papiere verkaufen, weil die Märkte einbrachen. Hinzu kommt, dass man aufgrund der sinkenden Produktion auch kaum noch Silber kaufen kann.

© WEGHV Redaktion