Dienstag, 26. Februar 2019

90-prozentige Silbermünzen der U.S. Mint sind Geschichte

Die United States Mint (U.S. Mint) gibt die Herstellung von Silbermünzen mit einem Silbergehalt von nur 90 Prozent auf. Diesen wurden zehn Prozent Kupfer zugesetzt. Das geht aus einem Bericht des Nachrichtenportals CoinsNews hervor. Die betreffenden Silbermünzen werden ab sofort nur noch mit einem Silbergehalt von 99,9 Prozent geprägt.

Betroffen sind die Münzen „Dime“, „Half-Dollar“, „Quarter“ und die 1-Dollar-Gedenkmünze, wie Sprecher Michael White erklärte. Alle anderen Münzen der Prägestätte verändern sich nicht.

„Coin Silver“ Legierung blickt auf lange Geschichte zurück

Die Legierung aus 90 Prozent Silber und zehn Prozent Kupfer wurde auch als „coin silver“ bzw. Münzsilber bezeichnet und ist einer der Eckpfeiler der US-Münzen seit dem frühen 19. Jahrhundert gewesen. Bis 1965 kam das Münzsilber noch sehr häufig zum Einsatz.

Seit Dezember 2015 war die U.S. Mint sogar laut Gesetz dazu verpflichtet, Silbermünzen für bestimmte numismatische Produkte, etwa die jährlichen Sammlerboxen, mit dem Silbergehalt von 90 Prozent herzustellen. Der künftig höhere Silbergehalt bringt jedoch viele Vorteile. Zum einen weisen die Prägeplatten eine längere Lebensdauer auf, es kommt seltener zur Flecken- und Schleierbildung. Außerdem ist die Verarbeitungsqualität des Feinsilbers insgesamt höher.

Die Münzsets mit dem neuen Feinsilbergehalt, die im Jahr 2019 herausgebracht werden, sind unter anderem das ATB Quarters Silver Proof Set oder das Silver Proof Set, das als Vorzeigeproduktset gilt. Auch das Silver Proof Set, das streng limitiert ist, gehört zu diesen Sets.

© WEGHV Redaktion