Montag, 24. August 2020

Finanzexperte Chris Wood korrigiert Goldpreisprognose erneut nach oben

Wie aus einem Bericht von Business Standard hervorgeht, hat der Finanzexperte Christopher Wood seine Goldpreisprognose erneut angehoben. Bereits im Januar 2020 hatte Wood in seinem wöchentlich erscheinenden Bericht „GREED & fear“ eine Prognose von 4.200 US-Dollar pro Feinunze Gold abgegeben. Diese hat er jetzt noch weiter nach oben korrigiert – auf insgesamt 5.500 US-Dollar pro Feinunze.

Dabei basieren Woods Aussagen darauf, dass der Goldpreis sich an das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der USA anpasst. Dies war bereits beim letzten säkularen Bullenmarkt im Januar 1980 der Fall, wobei der Goldpreis damals „nur“ auf 850 US-Dollar pro Feinunze stieg.

Damals entsprach der Goldpreis 9,9 Prozent des verfügbaren Pro-Kopf-Einkommens in den USA, welches bei 8.547 US-Dollar lag. Aktuell liegt der Goldpreis bei 1.952 US-Dollar pro Feinunze, was lediglich 3,6 Prozent des Pro-Kopf-Einkommens sind. Um die damaligen 9,9 Prozent zu erreichen, müsste der Goldpreis laut Wood auf 5.345 US-Dollar pro Feinunze steigen, woraus er wiederum die 5.500 US-Dollar pro Feinunze Gold als „vernünftiges Kursziel für den Höhepunkt des aktuellen säkularen Bullenmarktes“ ableitet.

Die zunehmend steiler verlaufende Zinskurve könnte sich allerdings auch negativ auf den Goldpreis auswirken. Zudem sei die physische Nachfrage in den Emerging Markets, vor allem in Indien, derzeit sehr gering. Im ersten Halbjahr 2020 sank die Goldnachfrage aus Indien bereits um 55 Prozent auf nur noch 166 Tonnen des gelben Edelmetalls. Auch dies könnte also negative Auswirkungen auf den Goldpreis haben.

© WEGHV Redaktion