Dienstag, 14. Juli 2020

Neues Allzeithoch beim Weltgoldpreis

Der Weltgoldpreis, der in allen wichtigen Währungen außer dem US-Dollar berechnet wird, hat bereits in der letzten Woche ein neues Allzeithoch erreicht. Dabei sind die Gründe für den anhaltend steigenden Goldpreis klar: Die großen Zentralbanken setzen auf eine Null- und sogar eine Negativzinspolitik. Das verringert die Opportunitätskosten von Gold deutlich und beflügelt logischerweise auch die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall.

Gleichzeitig haben die Zentralbanken, um den Folgen des Lockdown in der Corona-Krise entgegen zu wirken, begonnen, neues Geld zu drucken. Insgesamt ist also mehr Geld auf dem Markt – in Verbindung mit den nicht vorhandenen Zinsen wird die Kaufkraft des Geldes deutlich verringert. Statt auf Bargeld und Bankguthaben zu setzen, ist es deshalb wichtig, Gold im Portfolio zu haben, das weiterhin als ein liquides und verlässliches Wertaufbewahrungsmittel gilt.

Nicht zuletzt sorgt die inflationäre Geldpolitik für steigende Risiken erneuter Turbulenzen auf den Finanzmärkten. Anleger tun also gut daran, nach einer „Portfolio-Versicherung“ zu suchen, die sie in Gold nach wie vor finden.

Experten gehen bereits davon aus, dass der Goldpreis weiter klettern wird und sich als nächstes Ziel die Überschreitung des bisherigen Höchstpreises von 1.900 US-Dollar pro Feinunze gesetzt hat. Dieser wurde im September 2011 erreicht. In den kommenden Wochen und Monaten wird diese Zielsetzung laut Expertenmeinung den Markt beherrschen.

© WEGHV Redaktion