Montag, 13. Januar 2020

Goldpreisprognose 2019: Wer hatte den besten Riecher

Wie jedes Jahr schaut sich die London Bullion Market Association (LBMA) die Goldpreisprognosen von institutionellen und Investmentanalysen an und kürt denjenigen Marktteilnehmer, der den besten Riecher für die Goldpreisentwicklung eines Jahres hatte.

Allerdings hat der Goldpreis zwischenzeitlich sogar ein Sieben-Jahres-Hoch erreicht, das selbst eher bullisch gestimmte Marktbeobachter überraschte. Insgesamt 30 Analysen hat die LBMA unter die Lupe genommen. Im Durchschnitt kamen diese auf einen Goldpreis von 1.311 US-Dollar pro Feinunze. Allerdings erreichte der Goldpreis 2019 einen Durchschnittspreis von 1.392,60 US-Dollar pro Feinunze.

Auf diesen Wert kamen selbst Rene Hochreich von Noah Capital Markets/Sieberana Research in Johannesburg und Rhona O’Connel von INTL FCStone in London nicht, obwohl diese immer sehr zuversichtlich auf den Goldpreis schauen.

Trotzdem kamen die beiden mit einer Gewinnprognose von 1.365 US-Dollar pro Feinunze am nächsten an den tatsächlichen Durchschnittspreis heran. Für den ersten Preis gibt es einen Goldbarren zu einer Unze. Hochreiter konnte den Titel übrigens schon zum siebten Mal in Folge gewinnen.

Weitere Preisprognosen

Eine Punktlandung machte dagegen Bernard Dahdah von Natixis. Er prognostizierte einen durchschnittlichen Silberpreis für 2019 von 16,20 US-Dollar pro Feinunze und das war dann auch der tatsächliche Durchschnittspreis für das weiße Edelmetall.

Den ersten Preis für die Platinprognose sicherten sich Frederic Panizzutti von MKS PAMP und Bernard Dahdah von Natixis. Sie gingen von einem Durchschnittspreis von 855 US-Dollar pro Feinunze aus, tatsächlich erreichte Platin einen Durchschnittspreis von 862,90 US-Dollar pro Feinunze. Ross Norman konnte sich den Titel für die Palladiumpreisprognose sichern. Der unabhängige Analyst sah einen Preis von 1.505 US-Dollar pro Feinunze voraus, tatsächlich lag dieser bei 1.536,74 US-Dollar pro Feinunze.

Fast in allen Bereichen lagen die Analysten also mit ihren Preisprognosen zu niedrig. Ob die positive Entwicklung allerdings auch 2020 anhält, ist fraglich.

© WEGHV Redaktion