Mittwoch, 26. Juni 2019

Goldpreis durch Fed belastet

Der Goldpreis wird durch die Fed stark belastet. Am Mittwoch sank er zeitweise um mehr als ein Prozent, nachdem Aussagen der Fed aufkamen, die baldige Zinssenkungen eher unwahrscheinlich machen. Investoren haben daraufhin ihre Gewinne aus der zurückliegenden Rallye mitgenommen.

Bereits zum Start in den Handelstag um 05:39 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit sank der Goldpreis um 1,2 Prozent auf 1.405,60 US-Dollar pro Feinunze. Das ist der erste Rückgang des Goldpreises seit sieben Handelstagen.

Zugrunde lag die Aussage von Jerome Powell, Vorsitzender der Fed, dass es sich bei der Bank um eine unabhängige Institution handele, die „von kurzzeitigem politischen Druck isoliert“ sei. Damit zerschlugen sich die Hoffnungen auf signifikante Zinssenkungen, die durch Forderungen von US-Präsident Donald Trump gefordert wurden.

Trotzdem erwarten die Investoren weiterhin eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte. Gold selbst hatte im letzten Monat einen „Melt-Up“. Damit steigt allerdings auch die Wahrscheinlichkeit für kurzfristige Gewinnmitnahmen. Die Attraktivität des gelben Edelmetalls wird zudem durch den steigenden Dollarindex reduziert. Alle Welt schaut nun auf das Wochenende, an dem die USA hoffen, die Handelsgespräche mit China wieder aufzunehmen. Bis dahin werden große Käufe allerdings ausbleiben, so die Expertenmeinung. Sollte sich die Lage nach dem G20-Treffen allerdings verbessern, könnte Gold wieder unter 1.400 US-Dollar pro Feinunze fallen.

© WEGHV Redaktion