Montag, 17. August 2015

Wieder mehr Hoffnung für Gold nach neuem COT-Report?

Am Freitag wurde der neue Commitments of Traders (COT) Report veröffentlicht. Die Zeichen stehen gut, denn bei den großen Spekulanten war ein höherer Optimismus zu erkennen, die kleinen Spekulanten zeigten sich zumindest weniger pessimistisch.

Das allgemeine Interesse an Gold, das mit der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) dargestellt wird, stieg leicht an. In der Woche zum 11. August 2015 ging es von 434.273 auf 435.489 Kontrakte rauf. Das entspricht einem Plus von immerhin 2,8 Prozent.

Die kumulierte Netto-Long-Position, die für die optimistische Markterwartung steht, hat sich bei großen und kleinen Spekulanten merklich erholt. Zusammen ging es um 65 Prozent von 14.820 auf 24.458 Kontrakte hinauf. Bei den Großspekulanten lag das Plus bei 8,5 Prozent, so dass statt bisher 29.900 nun 32.442 Futures verzeichnet werden konnten. Bei den Kleinspekulanten sank die Netto-Short-Position, die für die pessimistische Markterwartung steht, von minus 15.080 auf minus 7.984 Kontrakte. Diese neuen Zahlen lassen darauf hoffen, dass der Verkaufsdruck an den Terminmärkten langsam nachlässt.

Abwertung von Chinas Landeswährung lässt viele auf Gold setzen

In den letzten Monaten haben die Anleger an den Märkten die altbewährte Schutzfunktion des gelben Edelmetalls weitestgehend ignoriert. Jetzt keimen erste Hoffnungen auf, dass diese Ignoranz ein Ende haben könnte. Die Chinesen haben ihre Landeswährung massiv abgewertet und damit wieder an die ursprüngliche Schutzfunktion von Gold erinnert.

Mittlerweile hat sich dies auch schon beim Goldpreis gezeigt. Das vor drei Wochen markierte Fünfeinhalbjahrestief konnte nun bereits um vier Prozent übertroffen werden. Auch der weltgrößte Gold-ETF SPDR Gold Shares zeigte sich mit erholten Werten. Auf Wochensicht erhöhte sich die Zahl der von ihm gehaltenen Menge von 667,69 auf nun 671,87 Tonnen.

Für die charttechnische Betrachtung des Goldpreises war vor allem das Halten der Unterstützungszone bei 1.080 US-Dollar von besonderer Bedeutung. Grund dafür: Vor fünfeinhalb Jahren legte der Goldpreis bei dieser Unterstützungszone einen kleinen Zwischenstopp ein. Erst danach ging es immer weiter rauf, bis im September 2011 der Goldpreis von 1.900 US-Dollar erreicht wurde.

© WEGHV Redaktion