Montag, 03. August 2015

Anhaltende Skepsis bei Gold-Spekulanten

Am Freitag wurde der wöchentliche Commitments-of-Traders (COT) Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC veröffentlicht. Und erneut gibt dessen Ergebnis Grund zur Sorge, denn die Spekulanten auf Gold zeigten sich bereits zum fünften Mal in Folge mit weniger Optimismus als in der Vorwoche. Im aktuellen COT-Report zeigte sich sogar ein nachlassendes allgemeines Interesse an Gold, was in der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) deutlich wurde. Mit diesen ging es in der Woche zum 28. Juli auf Wochensicht nämlich ebenfalls deutlich bergab – von 459.760 Kontrakten auf nur noch 438.282 Kontrakte.

Doch auch bei den spekulativen Marktakteuren verschlechterte sich die Stimmung weiter. Die optimistische Markterwartung großer und kleiner Spekulanten (kumulierte Netto-Long-Position) hat sich um 29,3 Prozent von 21.584 auf 15.266 Kontrakte verringert. Bei den Großspekulanten ging es von 28.279 auf 24.465 Futures runter, was einem Minus von 13,5 Prozent entspricht. Bei den Kleinspekulanten wurde die Netto-Short-Position, die für eine pessimistische Markterwartung steht, weiter deutlich ausgebaut. Von minus 6.695 Kontrakten ging es auf minus 9.199 Kontrakte hinab.

Goldpreis unter Druck

Diese Entwicklungen gehen natürlich auch am Goldpreis nicht spurlos vorüber. Und so geriet er in der letzten Handelswoche deutlich unter Druck. Am vergangenen Freitag wurde sogar ein neues Fünfeinhalbjahrestief erreicht. So beendete das gelbe Edelmetall den Sommermonat Juli insgesamt mit einem Minus von 6,7 Prozent.

Anfang 2010 wurde die Unterstützungsgrenze von 1.050 US-Dollar je Feinunze markiert, mit der sich der Goldpreis jetzt auf Tuchfühlung begibt. Auch für die laufende Woche wird es wohl keine Entspannung oder gar Beruhigung der Lage auf dem Goldmarkt geben. Stattdessen blicken die Marktakteure mit Spannung auf den Donnerstag und den Freitag. Denn an diesen beiden Tagen werden wichtige Indikatoren vom US-Arbeitsmarkt erwartet.

© WEGHV Redaktion