Mittwoch, 22. Juli 2015

Flucht aus Gold macht auch vor ETF nicht Halt

Gold sackt ab und verliert an Bedeutung für die Anleger. Ausgelöst wurde der Sturz des Goldpreises zunächst an der Shanghai Gold Exchange, aber auch in den USA haben ETF-Investoren ihre Goldbestände kräftig verkauft. Deutlich wird das auch an der gehaltenen Goldmenge des weltgrößten Gold ETFs SPDR Gold Shares. Sie sank von 696,25 Tonnen am Freitag vergangener Woche auf 694,46 Tonnen am Montag. Zuletzt war weniger Gold in dem physisch besicherten Finanzprodukt am 19. September 2008 vorhanden.

Danach folgte die Finanzkrise. Bereits am 15. September 2008 wurde der Insolvenzantrag von Lehman Brothers gestellt. Das löste bei den Investoren eine wahre Goldflucht aus und der SPDR Gold Share konnte bis Ende 2012 deutlich zulegen, so dass sein gehaltenes Gold auf mehr als 1.353 Tonnen anstieg.

Was bedeutet das für den Goldpreis?

Allerdings ist der Goldpreise des damaligen Niveaus noch nicht erreicht. Zu jener Zeit war der Goldpreis kurz davor, die Marke von 900 US-Dollar pro Feinunze zu überwinden. Am Dienstagnachmittag jedoch zeigte sich das gelbe Edelmetall mit weiterhin nachgebenden Notierungen. Bis 15 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit sank der Goldpreis für den aktuell besonders aktiv gehandelten Future auf Gold um 4,30 US-Dollar auf nur noch 1.102,50 US-Dollar je Feinunze.

© WEGHV Redaktion