Freitag, 24. Juli 2015

Gold reagiert auf US-Arbeitsmarktdaten mit Verkaufsdruck

Die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten wurden herausgegeben. Die Analysten gingen von einem Rückgang der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosengeld von 381.000 auf 379.000 aus. Die Realität sah aber anders aus, es gab nur 255.000 Neuanträge auf Arbeitslosengeld. Damit zeigt sich einmal mehr, dass sich der US-Arbeitsmarkt sehr viel robuster entwickelt, als zunächst angenommen.

Für den Goldpreis bedeutet das nichts Gutes. Der Verkaufsdruck stieg und Gold wurde sogar unter der Marke von 1.100 US-Dollar pro Feinunze gehandelt. Die US-Notenbank Fed hat mit der robusten Entwicklung des Arbeitsmarktes neue und starke Argumente für die Leitzinsanhebung, die schon länger geplant ist.

Pessimistische Prognosen machen Goldpreis zu schaffen

Auch die charttechnische Labilität des gelben Edelmetalls hat sich bisher kaum geändert. So haben mehrere US-Investmentbanken pessimistische Prognosen abgegeben, die den Goldpreis zusätzlich belasten. Die Analysten von Morgan Stanley und Goldman Sachs haben ihre Kursziele alleine in den letzten Tagen drastisch reduziert.

Morgan Stanleys Analysten halten sogar Goldpreise von gerade einmal 800 US-Dollar je Feinunze Gold für möglich. Selbst die Analysten der DZ Bank, ABN Amro und Sociétè Générale gehen von Goldpreisen im nur noch dreistelligen Bereich aus.

Der Goldpreis reagierte auf diese negativen Anzeichen deutlich. Am Donnerstagnachmittag präsentierte er sich eher verhalten. Beim derzeit aktivsten gehandelten Future auf Gold ging es bis etwa 15:05 mitteleuropäischer Sommerzeit nur um 3,50 US-Dollar auf jetzt 1.095,00 US-Dollar pro Feinunze hinauf.

© WEGHV Redaktion