Freitag, 17. Juli 2015

Gold – es geht weiter abwärts

Aus charttechnischer Sicht kann man die Lage beim Goldpreis mit Fug und Recht als prekär bezeichnen. Aktuell scheint der Goldpreis zu testen, wie stark die Unterstützungszone bei 1.140 US-Dollar je Feinunze ausfällt. Wie das Ganze ausgehen wird, ist selbst für Experten am Markt bisher unklar. Zunächst wurde das Sitzungsergebnis der EZB bekannt gegeben, kurz darauf folgten weitere aktuelle Daten vom US-Arbeitsmarkt. Dort ging die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe von 297.000 auf 281.000 zurück. Damit hat sich die US-Wirtschaft besser entwickelt, als zunächst angenommen. Der Goldpreis reagierte auf diese Nachrichten weiterhin mit sinkenden Kursen.

Sinkender Goldpreis zieht Schnäppchenjäger an

Offensichtlich zieht der sinkende Goldpreis allerdings Schnäppchenjäger an. An der Shanghai Gold Exchange konnte der Handel mit den beliebten Ein-Kilogramm-Goldbarren gestern deutlich gesteigert werden. Er erreichte 45.358 Kilogramm und konnte damit die Verkäufe des Vortags um satte 46 Prozent überflügeln. Ebenfalls zeigt sich der bisher erwartete durchschnittliche Tagesumsatz an der Shanghai Gold Exchange deutlich höher als in der letzten Woche. Er soll sich um 27 Prozent steigern.

Trotzdem reagierte der Goldpreis darauf kaum. Gestern ging es mit dem Future auf Gold, der derzeit am aktivsten gehandelt wird, deutlich bergab. Bis etwa 14:45 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit vergünstigte sich der Future um 4,70 US-Dollar auf nur noch 1.142,70 US-Dollar je Feinunze.

© WEGHV Redaktion