Dienstag, 05. Mai 2015

So sieht der aktuelle COT-Report für Gold aus

Der aktuelle COT-Report für das gelbe Edelmetall zeigt, dass es bei den spekulativen Marktakteuren nur geringfügige Veränderungen gab. Der Open Interest, der die Zahl offener Kontrakte widerspiegelt, zeigte in der Woche zum 28. April nur ein leichtes Plus. Von 397.379 Kontrakten ging es rauf auf 403.575 Futures, was einem Plus von 1,6 Prozent entspricht.

Die optimistische Markterwartung, die als kumulierte Netto-Long-Position dargestellt wird, ergab ebenfalls nur ein kleines Plus. Es ging von 105.006 auf 106.881 Kontrakte, also um 1,8 Prozent nach oben. Allerdings waren die kleinen Spekulanten hier offenbar positiver gestimmt. Ihre Netto-Long-Position stieg von 3.761 auf 5.624 Futures und somit um 49,5 Prozent an. Die Großspekulanten zeigten nur wenige Veränderungen, von 101.245 Kontrakten ging es gerade einmal auf 101.257 Kontrakte nach oben, so dass hier praktisch keine Veränderung vorlag.

Die Zinssorgen belasten den Goldpreis weiterhin

Wirklich verwundern dürften die aktuellen Zahlen ebenfalls niemanden. Schließlich waren die anfänglichen Kursgewinne des gelben Edelmetalls schnell wieder aufgezehrt und der Goldpreis sank sogar erneut unter die Grenze von 1.200 US-Dollar pro Feinunze. Die Tendenz war dabei auf Wochensicht nahezu unverändert. An den Goldmärkten dominierte aber auch in der letzten Woche vor allem ein Thema: Die drohende Erhöhung der Leitzinsen in den USA.

Die Investoren zeigten sich nach der letzten Fed-Sitzung allerdings enttäuscht. Denn die zuletzt bekannt gewordenen Schwächen der US-Wirtschaft wurden von den Fed-Bankern als nur vorübergehend eingestuft. Auch fielen die wöchentlich bekanntgegebenen Zahlen der Neuanträge auf Arbeitslosengeld geringer aus als erwartet. Dadurch stieg der Verkaufsdruck auf Gold weiter.

In dieser Woche könnte der US-Arbeitsmarkt am Goldmarkt aber weiter für Spannung sorgen. Insbesondere der April-Bericht des US-Arbeitsministeriums, der am Freitag veröffentlicht wird, wird mit Spannung erwartet. Gold-Investoren erhoffen sich von diesem, dass er dem Goldpreis neue Impulse geben könne. Das Wall Street Journal hat eigens dafür eine Umfrage unter Analysten durchgeführt. Dabei kam heraus, dass diese einen Rückgang der Arbeitslosenquote von 5,5 auf 5,4 Prozent erwarten. Zudem soll die Zahl der offenen Stellen von 126.000 auf 220.000 steigen.

© WEGHV Redaktion