Mittwoch, 23. Juni 2021

Gold-ETFs haben sich im Mai 2021 erholt

Die Gold-ETFs haben sich im fünften Monat des Jahres wieder erholt. Ihre Goldbestände lagen per Ende Mai bei 3.628,40 Tonnen, also 61,3 Tonnen höher als noch im April 2021. Damit konnten die Gold-ETFs wieder Zuflüsse von 1,7 Prozent verzeichnen. Nach über drei Monaten war es der erste Anstieg der Goldbestände der ETFs. Zuvor hatten sie teils sehr deutliche Abflüsse hinnehmen müssen.

In Nordamerika stieg die Gold-ETF-ETC-Nachfrage um 34,5 Tonnen auf 1.863,7 Tonnen. Die europäischen Gold-ETFs konnten ihre Bestände um 31,2 Tonnen auf 1.574,1 Tonnen ausbauen. Lediglich bei den asiatischen Fonds gab es Abflüsse von 3,3 Tonnen, wodurch deren Bestände auf 129 Tonnen Gold sanken. In den übrigen Regionen der Welt sank die Nachfrage ebenfalls leicht um eine Tonne auf nur noch 61,6 Tonnen.

Insbesondere die „Low-cost-ETFs“, wie etwa der Xtrackers IE Physical Gold oder der SPDR® Gold MiniShares konnten laut World Gold Council (WGC) Zuflüsse verzeichnen. Die Gold-ETFs und -ETCs werden vor allem von Anlegern und Investoren genutzt, die in diesen eine einfache und effiziente Möglichkeit sehen, um sich im Goldmarkt zu positionieren. Dennoch gibt es prinzipielle Unterschiede zwischen Gold-ETFs und physischem Gold in Form von Barren und Münzen. So unterliegen die ETFs einem Kontrahentenrisiko. Das bedeutet, dass die Auslieferung des physischen Goldes sich verzögern oder gar nicht erfolgen kann. Außerdem ist in Extremsituationen denkbar, dass sich der Marktpreis der ETFs und ETCs vom Marktpreis der physischen Metalle abkoppelt, wodurch Verluste entstehen können.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, „Papiergold“ zu erwerben. Dazu zählen vor allem Indexzertifikate oder sonstige Finanzprodukte. Sie sind aber, anders als die ETFs, nicht durch physisches Gold, sondern nur durch Gold-Futures „gedeckt“. Der Papiergoldmarkt allerdings beeinflusst den Goldpreis zu Ungunsten der Nachfrager, so dass dieser nicht unbedingt gestärkt werden sollte.

© WEGHV Redaktion