Dienstag, 16. März 2021

Chinesischer Goldmarkt im Februar 2021

Der World Gold Council hat einen Überblick über die neuesten Entwicklungen am chinesischen Goldmarkt im Februar 2021 veröffentlicht. Laut den Angaben ging der LBMA Gold Price AM in US-Dollar im Laufe des Monats um 4,7 Prozent zurück. Auch der Shanghai Gold Benchmark PM (SHAUPM), der in Renminbi (RMB) angegeben wird, sank um vier Prozent.

Während des chinesischen Neujahrsfests hat sich der Absatz von Gold im Einzelhandel dagegen deutlich erholt – verglichen mit dem Vorjahr. Das Handelsvolumen des Au (T+D) ging deutlich zurück, dafür erfreuten sich die chinesischen Gold-ETFs einer steigenden Beliebtheit. So sank das Au (T+D) Handelsvolumen um 148 Tonnen auf 581 Tonnen Gold. Gleichzeitig entspricht das einem Rückgang um 821 Tonnen verglichen mit dem Februar 2020. Hauptursache für diese Entwicklung waren die reduzierten Handelstage im zweiten Monat des Jahres. Bei den Goldbeständen der chinesischen ETFs konnte man jedoch einen Zuwachs um acht Tonnen auf 68,6 Tonnen beobachten. Damit wurde auch das bisher höchste Niveau erreicht.

Weitere Details zum chinesischen Goldmarkt

Im Februar gingen die Goldabhebungen an der Shanghai Gold Exchange (SGE) ebenfalls zurück. Hauptverantwortlich waren neben saisonalen Gründen auch die reduzierten Handelstage aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes.

Dafür konnte der World Gold Council (WGC) einen deutlichen Anstieg beim monatlichen Goldpreis-Spread zwischen Shanghai und London beobachten. Dieser lag bei durchschnittlich 7,30 US-Dollar pro Feinunze und damit 6,50 US-Dollar pro Feinunze höher als noch im Januar.

Im März könnte laut Einschätzung des WGC die Großhandelsgoldnachfrage steigen. Unverändert zeigten sich die Goldreserven der People’s Bank of China. Sie lagen per Ende Februar 2021 bei 1.948 Tonnen und machen somit rund 3,5 Prozent der Gesamtreserven des Landes aus. Seit September 2019 war bei diesem Punkt keine Veränderung mehr zu sehen.

© WEGHV Redaktion