Mittwoch, 10. März 2021

Goldreserven der Zentralbanken im Überblick

Der World Gold Council (WGC) hat die aktuelle Übersicht zu den Goldreserven der weltweiten Zentralbanken veröffentlicht. Berücksichtigt wurden bei den meisten Banken die Daten bis Ende Januar 2021. Deutliche Abflüsse bei den Goldreserven zeigten sich bei der türkischen Zentralbank. Sie reduzierte ihre Goldbestände um 17,2 Tonnen. Geringer fiel der Abbau der Bestände bei den türkischen Geschäftsbanken aus, die diese ebenfalls bei der Zentralbank einlagern. Hier gab es nur ein Minus von 3,4 Tonnen zu verzeichnen.

Ebenfalls rückläufig entwickelten sich die Goldbestände der Zentralbanken von Russland und Mexiko. Sie fielen um 3,1 bzw. 0,1 Tonnen. Die Zentralbank von Usbekistan baute ihre Goldreserven um 8,1 Tonnen aus und auch Kasachstan kaufte 2,8 Tonnen Gold zu.

Zusätzlich wurden einige Veränderungen rückwirkend für den Dezember 2020 angegeben. Demnach hat Ägypten seine Goldreserven um 0,2 Tonnen ausgebaut. Für Kambodscha wird ein Plus von 4,0 Tonnen ausgewiesen, für die Philippinen von 0,9 Tonnen. 0,2 Tonnen Gold hat Serbien zugekauft, die Vereinigten Arabischen Emirate sogar 6,2 Tonnen.

Die höchsten Goldreserven halten weiterhin die USA mit 8.133,5 Tonnen. Den zweiten Platz belegt unverändert Deutschland mit 3.362,4 Tonnen. Ihr prozentualer Anteil an den Gesamtreserven beläuft sich auf 78,6 Prozent (USA) bzw. 75,7 Prozent (Deutschland). Noch höher fällt der Anteil lediglich in Portugal aus. Obwohl sich die Goldreserven dort nur auf 382,6 Tonnen belaufen, halten sie doch 81,6 Prozent an den Gesamtreserven.

© WEGHV Redaktion