Mittwoch, 10. März 2021

Deutlich geringere Goldabhebungen an der Shanghai Gold Exchange

Die chinesische Edelmetallbörse Shanghai Gold Exchange (SGE) hat im Februar 2021 deutlich weniger Gold ausgeliefert als im Vormonat, wie aus einem aktuellen Bericht von Sharps Pixley unter Berufung auf den Marktbeobachter Lawrence Williams hervorgeht. Das ist allerdings auch nicht verwunderlich, da der Februar grundsätzlich ein Monat mit geringeren Abhebungen ist. Grund dafür ist, dass die SGE für eine Woche aufgrund der Neujahrsfeierlichkeiten geschlossen bleibt.

Wurden im Januar 2021 noch 159,49 Tonnen Gold abgehoben, waren es im zweiten Monat des Jahres nur noch 92,39 Tonnen des gelben Edelmetalls. Verglichen mit dem Februar 2020, als lediglich 28,9 Tonnen Gold ausgeliefert wurden, ergab sich jedoch ein deutliches Plus von 643,6 Prozent. Ein leichter Rückgang von 7,4 Prozent ist verglichen mit dem Februar 2019 entstanden, als noch 99,77 Tonnen Gold an der SGE abgehoben wurden.

Durch die Coronapandemie wurden die Abhebungen an der SGE im letzten Jahr in mehreren Monaten beeinträchtigt. Daher beliefen sich die Abhebungen für das Gesamtjahr 2020 nur auf 1.205,33 Tonnen Gold. Das sind 36,2 Prozent weniger als im Vorjahr und gleichzeitig hat man damit ein 7-Jahres-Tief bei den Gesamtabhebungen verzeichnet. Allerdings zeigt sich seit einigen Monaten wieder ein positiver Trend.

Dennoch ist unklar, inwieweit die Bewegungen an der Shanghai Gold Exchange die tatsächliche chinesische Nachfrage abbilden können. Williams selbst sieht in den Zahlen jedoch einen guten Indikator für die Gesamtnachfrage des Landes.

© WEGHV Redaktion