Donnerstag, 04. März 2021

WGC gibt Überblick über chinesischen Goldmarkt

Der World Gold Council (WGC) hat auf seinem Goldhub-Blog schon letzte Woche einen Überblick über die Entwicklung des chinesischen Goldmarkts zum Jahresstart gegeben. Dabei hieß es, dass sowohl der LBMA Gold Price AM in US-Dollar als auch der Shanghai Gold Benchmark PM in Renminbi im ersten Monat des neuen Jahres zurückgingen.

Im Januar 2021 konnte sich allerdings auch die chinesische Wirtschaft leicht stabilisieren. Daraus resultierte ein geringeres Interesse der lokalen Anleger etwa an Gold-ETFs sowie am Au (T+D). Im Vergleich zum Dezember 2020 ging das Handelsvolumen des Au (T+D) um elf Prozent zurück, verglichen mit dem Januar 2020 sogar um 30 Prozent. Die Bestände der chinesischen Gold-ETFs verringerten sich um 1,5 Tonnen.

Auch bei den Goldabhebungen an der Shanghai Gold Exchange gab es eine rückläufige Entwicklung. Im ersten Monat des Jahres pendelten sie sich bei 159 Tonnen ein, im Dezember 2020 lagen sie noch bei 162 Tonnen. Dass es zu einem eher geringen Rückgang kam, lag auch daran, dass kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest die Goldverkäufe noch recht hoch ausfielen.

Zum ersten Mal seit elf Monaten konnte der durchschnittliche monatliche Goldpreis-Spread zwischen Shanghai und London im ersten Monat des Jahres in den positiven Bereich klettern. Er lag bei durchschnittlich 1,1 US-Dollar pro Feinunze.

Keine Veränderungen gab es dagegen bei den Goldreserven der People’s Bank of China. Sie beliefen sich Ende Januar auf 1.948 Tonnen, also rund 3,5 Prozent der Gesamtreserven. Seit September 2019 gab es bei den Goldreserven der chinesischen Zentralbank keine Veränderungen mehr.

© WEGHV Redaktion