Dienstag, 03. November 2020

Indische Festsaison: Goldverkäufe trotzdem schwach

Obwohl derzeit die indische Festsaison läuft, verzeichnen die Schmuckhändler des Landes den schwächsten Absatz seit über zwölf Jahren, wie aus einem Bericht von BNN Bloomberg hervorgeht. Begründet wird dies vor allem mit der Pandemie, die den Käufern Möglichkeiten nimmt, in den Städten Gold zu erwerben.

Üblicherweise steigt die Nachfrage nach Schmuck in den letzten drei Monaten des Jahres merklich an, da in dieser Zeit Indiens größte Feste stattfinden. In diesem Jahr jedoch ist es sehr wahrscheinlich, dass durch den Ausbruch des Coronavirus sowie das schwache Wirtschaftswachstum, die im letzten Jahr erzielten Verkäufe von 194 Tonnen Gold während der Festsaison deutlich unterschritten werden. Damit würde man den niedrigsten quartalsweisen Wert seit 2008 erreichen, wie Chirag Sheth von Metals Focus Ltd. erklärte.

Schwaches Wirtschaftswachstum beeinflusst Goldnachfrage

Sheth erklärte, man gehe von einer massiven Arbeitslosigkeit, insbesondere in den Bürojobs, aus. Dadurch dürfte die Nachfrage signifikant sinken. Die ländliche Nachfrage dagegen ist stark. Allerdings kann sie kaum die Schwäche der städtischen Nachfrage ausgleichen.

P.R. Somasundaram vom World Gold Council (WGC) geht davon aus, dass vor allem der Preis und die Coronapandemie die Stimmung am Goldmarkt beeinflussen werden. Trotzdem erwarte man beim WGC zumindest einen Teil aufgestauter Nachfrage zu beobachten.

© WEGHV Redaktion