Montag, 28. September 2020

Goldproduktion könnte 2020 sinken

In Großbritannien hat das Datenanalyse- und Beratungsunternehmen GlobalData seinen Sitz. In der jüngsten Einschätzung zur Entwicklung der Goldproduktion gehen die Experten davon aus, dass diese im Jahr 2020 weltweit um etwa 1,7 Prozent zurückgehen dürfte. Vor allem die Unterbrechung der Produktion während der Corona-Pandemie ist als Hauptursache für den Produktionsrückgang zu sehen.

Die Lockdowns sowie weitere logistische Einschränkungen dürften daher bei der Produktion der größten Goldminenunternehmen zu deutlichen Einbußen führen. Betroffen sind unter anderem Newmont, AngloGold Ashanti, Barrick Gold oder auch Newcrest Mining.

Preissteigerungen sorgen für wenig Verluste

Allerdings sind auch die Goldpreise gestiegen, so dass die Analysten davon ausgehen, dass die Goldminen trotzdem Gewinnsteigerungen erzielen dürften, wie Vinnet Bajaj, Senior Mining Analyst von GlobalData erklärt. Alleine im August 2020 kletterte der Goldpreis demnach auf ein Allzeithoch, weil die Unsicherheit an den Märkten enorm groß ist. Durch die Corona-Maßnahmen befürchten immer mehr Investoren, dass es zu einem Wirtschaftsabschwung kommen wird. Aktuell liegt der Goldpreis nahe der wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar pro Feinunze. Damit wird das Gewinnwachstum der Goldminenunternehmen trotz sinkender Produktion unterstützt.

© WEGHV Redaktion