Freitag, 31. Juli 2020

WGC-Goldbericht für das zweite Quartal 2020

Der World Gold Council (WGC) hat seinen offiziellen Quartalsbericht zur Entwicklung des Goldangebots sowie der -nachfrage veröffentlicht. Aus den Daten des „Gold Demand Trends“ geht hervor, dass die Goldnachfrage im zweiten Quartal gesunken ist. Im Vergleich zum ersten Quartal betrug der Rückgang elf Prozent, die Nachfrage belief sich nur noch auf 1.015,7 Tonnen des gelben Edelmetalls. Im ersten Halbjahr 2020 sank die Goldnachfrage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls – und zwar um sechs Prozent auf 2.076 Tonnen.

Entwicklung der Schmucknachfrage

Für die geringere Nachfrage gibt der WGC die Corona-Pandemie als Hauptgrund an. Dabei unterteilt der Bericht, wie immer, in die Bereiche Schmuck- und Investmentnachfrage.

Die Schmucknachfrage wurde den Angaben zufolge besonders schwer getroffen. Im Jahresvergleich sank die Nachfrage um mehr als die Hälfte (53 Prozent) auf nur noch 251 Tonnen. Das ist der niedrigste Wert, den man je gesehen hat. Im ersten Halbjahr sank sie ebenfalls dramatisch um 46 Prozent auf ein Rekordtief von 572 Tonnen.

Investmentnachfrage nach Gold

Ein völlig anders Bild ergibt sich bei der Investmentnachfrage nach Gold. Sie galt im ersten Halbjahr 2020 als wichtigste Stütze für das gelbe Edelmetall. Im zweiten Quartal stieg die Investmentnachfrage sogar um 98 Prozent auf 582,9 Tonnen an. Vor allem die Zuflüsse in die Gold-ETFs sind dafür verantwortlich. Diese Anlageprodukte konnten Rekordzuflüsse von 434,1 Tonnen verzeichnen und erreichten damit einen Bestand von 3.621 Tonnen des gelben Edelmetalls.

Für die erste Jahreshälfte gibt der WGC eine Nachfrage von 1.130,7 Tonnen an, was ebenfalls ein neues Allzeithoch ist. Auch auf das Halbjahr betrachtet sind die Gold-ETFs mit Zuflüssen von 734 Tonnen wieder hauptverantwortlich für die Entwicklung.

Die Nachfrage nach Münzen und Barren dagegen sank im zweiten Quartal 2020 deutlich um 32 Prozent auf nur noch 148,8 Tonnen. Für das erste Halbjahr lag die Nachfrage nach physischem Gold bei 396,7 Tonnen und sank in diesem Zeitraum ebenfalls um 17 Prozent.

© WEGHV Redaktion