Freitag, 08. Mai 2020

Deutliche Rückgänge bei Indiens Goldimporten

Die indischen Goldimporte sind im vergangenen Monat massiv eingebrochen. Obwohl Indien nach China der weltweit größte Goldkonsument ist, sind die Importe des gelben Edelmetalls im vierten Monat des Jahres auf ein bisher noch nie dagewesenes Tief gefallen.

Als Grund dafür gibt man die Stopps im Lufttransport auf der einen Seite, sowie die Schließung der Schmuckläden auf der anderen Seite an, die im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus erfolgt sind. Insgesamt gingen die Überseekäufe Indiens im April um 99,5 Prozent auf nur noch 60 Kilogramm zurück. Im März wurden noch 13 Tonnen Gold erwartet. Mit den aktuellen Zahlen kommt man auf den niedrigsten Zufluss des gelben Edelmetalls seit 2010. Für die Zukunft sieht es nicht viel besser aus. So erwartet Chirag Sheth von Metals Focus „zumindest für die nächsten drei bis fünf Monate keine Erholung der Importe oder Nachfrage“.

Würden Öffnungen der Schmuckläden eine Erholung bringen?

Immer noch bleiben die meisten Schmuckläden Indiens geschlossen. Doch selbst wenn die Läden geöffnet würden, wer würde noch dorthin gehen, um Schmuck zu kaufen? Diese Frage stellt sich auch N. Anantha Padmanaban, der Leiter des All India Gem and Jewellery Domestic Council. Er geht davon aus, dass die Menschen sich die Frage stellen werden, ob der Kauf oder Tausch von Schmuck wirklich nötig ist, oder es nicht sicherer ist, einfach zu Hause zu bleiben.

© WEGHV Redaktion