Donnerstag, 30. April 2020

Kleinanleger stürmen auf Goldmünzen

Kleinanleger halten derzeit Goldmünzen für das Non-Plus-Ultra und sind bereit, hohe Preise zu zahlen, um an die begehrten Münzen zu bekommen. Das geht aus einem Bericht von Financial Advisor hervor. Grundsätzlich muss man beim Kauf von Goldmünzen einen kleinen Aufpreis pro Unze zahlen. Dieser ist aufgrund der Coronakrise auf 135 US-Dollar angestiegen, wie Robert Higgins, der CEO der Argent Asset Group LLC erklärt.

Grund dafür sind die Stilllegungen von Minen und Raffinerien, wodurch die Angebotsknappheit verschärft wird. Gleichzeitig gilt Gold in Krisenzeiten immer als sicherer Hafen, den nun auch vermehrt Kleinanleger anlaufen. Higgins geht davon aus, dass die hohen Aufpreise solange erhalten bleiben werden, bis das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wieder ausgeglichen ist.

Wie stark die Nachfrage nach Goldmünzen ist, zeigt ein direkter Vergleich: Fiel die Nachfrage nach Münzen und Barren im vergangenen Jahr noch um 20 Prozent und erreichte dabei ihr niedrigstes Niveau seit der Finanzkrise 2009, kehrte sich der Trend im Jahr 2020 komplett um. Münzen von der U.S. Mint werden derzeit so schnell aufgekauft, wie in den letzten drei Jahren nicht mehr.

© WEGHV Redaktion