Mittwoch, 15. Januar 2020

Goldnachfrage könnte 2020 weltweit steigen

Wie aus dem Quartalsbericht „Resources and Energy Quarterly“ des Australischen Ministeriums für Industrie, Innovation und Wissenschaft hervorgeht, könnte die weltweite Goldnachfrage im laufenden Jahr deutlich steigen. In dem Bericht geht man von einer Nachfragesteigerung um 1,3 Prozent im laufenden Jahr, sowie 3,1 Prozent im kommenden Jahr aus.

Insbesondere die Investitionen von Kleinanlegern, die erhöhte Schmucknachfrage und die Goldkäufe durch die Zentralbanken, dürften die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall den Angaben zufolge antreiben. 2020 sollen alleine die Investitionen durch Kleinanleger um satte 20 Prozent steigen, 2021 nochmals um drei Prozent. Damit käme man auf eine Nachfrage von 1.196 Tonnen Gold. Das lässt sich vor allem auf die politischen Unsicherheiten in den USA sowie die geopolitischen Spannungen im Mittleren Osten zurückführen.

Schmucknachfrage soll 2020 und 2021 steigen

Eine Korrektur auf den weltweiten Aktienmärkten könnte ebenso dazu führen, dass wieder mehr Anleger in den sicheren Hafen Gold flüchten würden. Bei der Schmucknachfrage geht man dem Bericht zufolge von einer Steigerung um 9,1 Prozent im Jahr 2020 aus. Damit läge diese bei 2.332 Tonnen. 2021 soll die Schmucknachfrage nochmals um 4,6 Prozent auf denn 2.440 Tonnen Gold steigen. Vor allem der indische Schmuckkonsum soll diese Entwicklung antreiben. Die Experten gehen von einem weiter anhaltenden Wirtschaftswachstum, der verstärkten Urbanisierung und steigenden Einkommen sowie einer verbesserten Verbraucherstimmung in Indien aus, die zu dem Anstieg führen könnten.

© WEGHV Redaktion