Freitag, 29. November 2019

Russland: Byzantinischer Goldschatz entdeckt

Archäologen haben in der Krasnodar-Krai-Provinz im Süden Russlands bei Ausgrabungen einen byzantinischen Goldschatz gefunden. Die Münzen, die die Forscher entdeckt haben, sollen bis ins zehnte Jahrhundert zurückreichen. Die Region war zu jener Zeit als „Halbinsel Taman“ bekannt, wie Asharq Al-Awsat berichtet.

Der Goldschatz war laut den Angaben in einem Keramikkrug versteckt. Diesen wiederum hat man in einem antiken Wohngebiet gefunden, das wohl im elften Jahrhundert verlassen wurde. Insgesamt 28 Münzen aus purem Gold umfasst der Fund. Auf den Münzen sind die Gesichter von byzantinischen Kaisern zu sehen.

Wissenschaftler gehen von bewusstem Versteck aus

Die Archäologen glauben, dass einer der abgebildeten Kaiser den Goldschatz gegen Ende des zehnten oder Anfang des elften Jahrhunderts bewusst versteckt hat. Byzantinische Schätze wurden bis heute in fast allen Ländern der Welt entdeckt. Der jetzige Fund in Krasnodar Krai hat jedoch für die Wissenschaftler eine ganz besondere Bedeutung. Zudem ist es der erste byzantinische Schatz, der in Russland gefunden wurde.

Der Geograph Peter Kropotkin erklärte dazu, dass es außergewöhnlich sei, solche Schätze in russischen Gebieten zu entdecken. In seinem Buch „Treasures of Byzantine Coins“ von 1962 hieß es, dass sowjetische Archäologen einst zwei byzantinische Goldmünzen entdeckt hätten, diese aber spurlos verschwunden sind.

© WEGHV Redaktion