Freitag, 25. Oktober 2019

Deutschland baut Goldreserven aus

Erstmals seit über 21 Jahren hat Deutschland wieder offen Gold für seine Reservebestände gekauft. Im neunten Monat des Jahres kletterten die deutschen Reserven auf 108,34 Millionen Unzen. Zuvor lagen sie bei 108,25 Millionen Unzen des gelben Edelmetalls.

Gründe dafür sieht man in der Geldpolitik der EZB und den massiven Problemen der Deutschen Bank. Die Ängste vor einer neuen Finanzkrise steigen und das treibt auch Deutschland wieder in den sicheren Hafen Gold.

Besonders deutlich wird die Angst vor dem Hintergrund, dass man offen Gold kaufte, nachdem 583 Tonnen des gelben Edelmetalls schon 2017 und damit früher als geplant nach Deutschland zurückgeholt wurden. 2013 hatte man bereits angekündigt 674 Tonnen Gold aus den Tresoren der New Yorker Fed und der französischen Zentralbank wieder ins Land zurückzuholen. Allerdings wurden die Pläne 2014 zunächst aufgegeben.

Deutschland ist allerdings nicht das erste Land, das seine Goldreserven zurückholt. Der Trend, sich vom US-Dollar abzuwenden, hat in den letzten Monaten deutlich an Fahrt aufgenommen. Auch China hatte seine Goldkäufe bereits deutlich intensiviert. Vor kurzem sprach man sogar davon, dass der „weltweite Goldrausch der Zentralbanken“ in Vorbereitung auf einen Dollarcrash ausgelöst werden könnte.

© WEGHV Redaktion