Freitag, 30. August 2019

Goldbarren in Indien: Hersteller sollen akkreditiert werden

In Indien bat die India Bullion and Jewellers Association (IBJA) die indische Zentralbank darum, dass nur noch bestimmte Goldraffinerien Goldbarren im Inland produzieren dürfen. Dabei sollen alle Raffinerien, denen die Herstellung erlaubt wird, vom National Accreditation Board for Testing an Calibration Laboratories (NABL) oder durch das Bureau of Indian Standards (IBS) akkreditiert werden. Das geht aus einem Bericht der Economic Times hervor.

Mit der Forderung wolle man verhindern, dass weiter unreines oder unethisch hergestelltes Gold auf dem Markt angeboten wird. Auch die Transparenz innerhalb des Handels soll durch diesen Schritt erhöht werden. So ist bereits an der Metall- und Energiebörse Multi Commodity Exchange of India (MCX) geregelt, dass dort die 24-Karat-Barren ausschließlich von Raffinerien stammen, die von der LBMA zertifiziert wurden. Diese müssen die Barren dann inklusive Zertifikat an die Plattform liefern.

In dem Brief der IBJA an einen Gouverneur der indischen Zentralbank hieß es, dass man fordere, dass die Produktion der Barren durch „nicht regulierte, unautorisierte Raffinerien“ verboten werde. Dies solle mit „sofortiger Wirkung“ geschehen. Davon erhofft man sich die volle Transparenz darüber, woher das Gold stammt, wie es beschafft wurde und wie rein es tatsächlich ist. Ob dieser Forderung nachgekommen wird, ist aber noch offen.

© WEGHV Redaktion