Montag, 22. Juli 2019

Zentralbanken im Goldrausch

In den letzten Jahren haben die Zentralbanken immer mehr Gold gekauft. Dieser Trend wird sich laut einem Bericht von Investing.com weiter fortsetzen. Dabei beruft man sich auf eine Umfrage des World Gold Council (WGC) und YouGov. Diese fand heraus, dass über die Hälfte der Umfrageteilnehmer (54 Prozent) erwarten, dass die weltweiten Goldbestände auch in den kommenden zwölf Monaten weiter anwachsen werden.

Bereits seit 2009 sind die Goldbestände weltweit um 14 Prozent gestiegen. Mittlerweile haben sie einen Wert von 1,6 Billionen US-Dollar. Insbesondere die Zentralbanken von Polen, China und Russland haben ihre Goldbestände zuletzt deutlich ausgebaut, auch aufgrund des sich abschwächenden Wirtschaftswachstums und der zunehmenden geopolitischen Spannungen. Ebenfalls wollen die Zentralbanken ihre Reserven weg vom US-Dollar diversifizieren.

In dem WGC-Bericht zu der Umfrage heißt es, dass die Ergebnisse auf „ein weiteres Jahr mit gesunder Goldnachfrage von den Zentralbanken“ hinweisen. Vor allem in Ländern, die eine Reservewährung ausgeben, dürfte es dem Bericht zufolge zu wirtschaftlichen Risiken kommen. Diese wiederum treiben die Zentralbanken-Goldnachfrage weiter an. Auch strukturelle Veränderungen der Weltwirtschaft könnten mittelfristig dazu führen, dass die Goldnachfrage der Länder steigt.

© WEGHV Redaktion