Freitag, 29. März 2019

Chinas Goldimporte im Februar gesunken

Wie aus einem Bericht des Nachrichtenportals Business Recorder hervorgeht, sind Chinas Goldimporte über den Hauptkanal Hongkong im Februar gesunken. Die Importe reduzierten sich im Vergleich zum Vormonat um 13,6 Prozent. Vor allem wirtschaftliche Probleme sollen für die rückläufige Entwicklung des weltgrößten Bullionkonsumenten verantwortlich gewesen sein.

Insgesamt hat China nach Daten des Statistikamts von Hongkong im zweiten Monat des Jahres 33,15 Tonnen Gold auf Nettobasis importiert. Im Januar hatten sich die Importe dagegen auf 38,37 Tonnen verdoppelt. Die Gesamtimporte über Hongkong sanken demnach um 13,4 Prozent auf 36,61 Tonnen. Einen Monat zuvor lagen sie noch bei 42,267 Tonnen.

Chinas Wirtschaft schwächelt

Vor allem die Wirtschaft Chinas schwächelte im Februar, so dass weniger Geld ausgegeben wurde, wie Samson Li, Edelmetallanalyst von der Refinitiv GFMS in Hongkong erklärte. Das Land hat sogar sein Wirtschaftswachstumsziel für das laufende Jahr auf nur noch sechs bis 6,5 Prozent zurückgefahren. Im letzten Jahr lag das chinesische Wirtschaftswachstum noch bei 6,6 Prozent.

Li gab weiter an, dass es auch Zeit bräuchte, bis China den „überschüssigen Bestand“ verdaut hätte, zu dem es im letzten Jahr kam. China selbst gibt allerdings keine Handelsdaten für das gelbe Edelmetall heraus. Die Zahlen aus Hongkong gelten deshalb stellvertretend für die Importe Chinas. Trotzdem können sie nur ein unvollständiges Bild über die gesamte Lage liefern, da China auch Gold über Shanghai und Peking bezieht.

© WEGHV Redaktion