Montag, 11. März 2019

China baut seine Goldreserven aus

Im Februar hat China seine Goldreserven bereits den dritten Monat in Folge ausgebaut. Das bullische Argument, dass die Zentralbanknachfrage 2019 auf einem hohen Niveau bleiben wird, wird damit bestärkt. Insgesamt hat die People’s Bank of China (PBoC) ihre Reserven im Februar 2019 auf 60,26 Millionen Unzen Gold ausgebaut. Einen Monat zuvor lag der Bestand noch bei 59,94 Millionen Unzen des gelben Edelmetalls.

Robin Bahr von Societe Generale SA geht davon aus, dass China seine Reserven diversifizieren und dabei auch ein Stück vom US-Dollar weg will. Dadurch ergeben sich höhere Goldkäufe, die sich auch künftig fortsetzen sollen, so Bahr weiter. Die Zentralbankenkäufe sind laut Bahr größtenteils darauf ausgerichtet, dass man Vermögenswerte sammelt, bei denen „kein Gegenparteirisiko“ gegeben ist. Damit sucht man nach anderen Anlagen als US-Staatsanleihen.

China hat die Entscheidung für mehr Goldreserven in Zeiten eines niedrigen Wachstums im Land getroffen. Auch in Russland will man unabhängiger vom US-Dollar werden. Dort kaufte man in den letzten vier Jahren 200 Tonnen Gold. Die Bestände an US-Staatsanleihen hat Russland nach Angaben des World Gold Council (WGC) nahezu vollständig verkauft.

© WEGHV Redaktion