Donnerstag, 31. Januar 2019

Goldnachfrage 2018

Der World Gold Council (WGC) hat jetzt die Nachfragetrends für Gold für das vierte Quartal 2018 sowie das Gesamtjahr veröffentlicht. Insgesamt erreichte die Goldnachfrage im abgelaufenen Jahr einen Wert von 4.345,1 Tonnen. Das sind immerhin vier Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Vor allem die vielen Käufe der Zentralbanken macht der WGC für diese Entwicklung verantwortlich. Sie erreichten schließlich den höchsten Wert seit über fünf Jahrzehnten.

Stabil präsentierte sich im letzten Jahr die Nachfrage nach Goldschmuck. 2.200 Tonnen davon wurden nachgefragt. Allerdings ergab sich im letzten Quartal 2018 ein Rückgang von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, so dass nur noch 636,2 Tonnen des gelben Edelmetalls in Schmuckform nachgefragt wurden. Auch weiterhin ist China der größte Interessent für Goldschmuck geblieben – und das, obwohl sich das Wirtschaftswachstum des Landes abgeschwächt hat und die Handelsstreitigkeiten mit den USA zu Problemen führten. Indiens Nachfrage nach Goldschmuck ging dagegen im letzten Jahr um ein Prozent zurück.

Goldbarren und –münzen beliebter

Verbessert hat sich die Nachfrage nach Goldbarren und –münzen. Hier war ein Anstieg um vier Prozent auf 1.090,2 Tonnen zu verzeichnen. Allerdings gingen die Investitionen aus China und Indien um ein bzw. vier Prozent zurück.

Rückläufig gestalteten sich auch die Zuflüsse in die goldgedeckten ETFs aufs Gesamtjahr bezogen. Ende 2018 lagen sie nur noch bei 68,9 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr, wo die Zuflüsse sich auf 206,4 Tonnen beliefen, ergibt das einen Rückgang um satte 67 Prozent.

Ein deutliches Plus verzeichnete die Nachfrage der Zentralbanken nach Gold. Insgesamt belief sie sich auf 651 Tonnen. Die wichtigsten Käufer in diesem Bereich waren neben Russland, die Türkei und Kasachstan. Insgesamt konnte bei der Zentralbanknachfrage für 2018 ein Plus von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt werden, wo lediglich 374,8 Tonnen zugekauft wurden.

© WEGHV Redaktion