Donnerstag, 27. Dezember 2018

Große Terminspekulanten wieder mit Glauben an Gold

Der jüngste Commitments of Traders (COT) Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC hat es gezeigt: Die großen Terminspekulanten sind wieder optimistischer gegenüber Gold geworden. Auch beim allgemeinen Interesse an dem gelben Edelmetall hat sich ein deutlicher Aufwärtstrend gezeigt. In der Woche zum 18. Dezember 2018 stieg die Zahl offener Kontrakte von 402.250 auf 412.485 Futures und damit um 2,5 Prozent. Das ist bereits die zweite Verbesserung in Folge.

Die kumulierte Netto-Long-Position der großen und kleinen Terminspekulanten kletterte ebenfalls deutlich nach oben. Binnen Wochenfrist erhöhte sie sich von 77.368 auf 92.675 Futures und damit um 19,8 Prozent. Vor allem die großen Terminspekulanten waren für diese Entwicklung verantwortlich. Sie haben die Short-Exposure deutlich zurückgefahren und gleichzeitig die Long-Seite aufgestockt. Insgesamt haben sie dadurch ihre Netto-Long-Position von 60.499 auf 75.960 Futures aufgestockt, was einem satten Plus von 25,6 Prozent entspricht.

Die kleinen Terminspekulanten sind dagegen etwas skeptischer geworden und reduzierten ihre Netto-Long-Position von 16.869 auf 16.715 Kontrakte und damit um ein Prozent. Allerdings ergibt sich insgesamt eher ein Bild der aufgehellten Stimmung am Terminmarkt für Gold.

Goldpreis könnte das Jahr positiv beschließen

Insbesondere die Entwicklung des Goldpreises im vierten Quartal dürfte durchaus positiv verlaufen. Alleine in den letzten drei Monaten des Jahres konnte das gelbe Edelmetall einen Wertzuwachs von über fünf Prozent verzeichnen. Im Dezember zeigte sich der Trend nach oben besonders stark. Vor allem die charttechnische Spannung ist durch die Rallye deutlich gestiegen.

Grund dafür ist das Überwinden der charttechnischen Hürde bei 1.250 US-Dollar pro Feinunze. Außerdem tastet sich Gold an die wichtige 200-Tage-Linie heran. Wenn sie überwunden wird, stehen die Zeichen für Gold vollends auf „Comeback“. Am 27. Dezember 2018 kletterte der Goldpreis bis 20:53 Uhr mitteleuropäischer Zeit um 9,85 US-Dollar auf jetzt immerhin 1.276,90 US-Dollar pro Feinunze.

© WEGHV Redaktion