Montag, 17. Dezember 2018

Terminspekulanten glauben wieder an Gold

Die Terminspekulanten haben den Glauben an Gold wieder gefunden. Das zeigt der jüngste Commitments of Traders (COT) Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC. Ebenfalls hat sich das allgemeine Interesse an Gold verbessert. Die Zahl offener Kontrakte kletterte in der Woche zum 11. Dezember 2018 von 399.919 auf 402.250 Futures und damit um 0,6 Prozent.

Deutlich bergauf ging es zudem mit der kumulierten Netto-Long-Position der großen und kleinen Terminspekulanten. Sie stieg von 58.249 auf 77.368 Futures und damit um satte 32,8 Prozent. Dabei haben sowohl die großen, als auch die kleinen Terminspekulanten mehr Optimismus an den Tag gelegt. Die großen Terminspekulanten fuhren ihre Netto-Short-Seite deutlich um fast 15.000 Kontrakte zurück. Binnen Wochenfrist haben sie so ihre Netto-Long-Position von 49.001 auf 60.499 Futures ausgebaut. Das entspricht einem Plus von 23,5 Prozent.

Die Kleinspekulanten zeigten sich ebenfalls optimistischer Gold gegenüber. Sie haben ihre Netto-Long-Position nahezu verdoppelt – von 9.248 auf 16.869 Kontrakte. Das ist ein prozentualer Zugewinn von 82,4 Prozent. Damit sind die Zeichen für ein Comeback von Gold als Krisenwährung gesetzt.

Goldpreis eher auf dem Rückmarsch

Obwohl das Chaos rund um den Brexit Gold eigentlich hätte beflügeln müssen, hat der Goldpreis nach dem Fünfmonatshoch vom vergangenen Montag wieder nachgelassen. Der starke US-Dollar dürfte der Hauptverantwortliche dafür sein. Insgesamt erlitt Gold einen Wochenverlust von 0,7 Prozent, was auch auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein dürfte. Trotzdem gibt es einige Lichtblicke für das gelbe Edelmetall.

So stieg die Nachfrage beim weltgrößten Gold-ETF, dem SPDR Gold Shares zuletzt. Innerhalb einer Woche hat sich die gehaltene Goldmenge von 759,73 auf 763,56 Tonnen erhöht. Damit wurde auch wieder der höchste Wert seit August 2018 erreicht.

© WEGHV Redaktion