Dienstag, 04. Dezember 2018

Große Terminspekulanten wieder pessimistisch

Die Stimmung der großen Terminspekulanten Gold gegenüber ist wieder gekippt. Das zeigte der aktuelle Commitments of Traders (COT) Report vom vergangenen Freitag. Ein kräftiger Einbruch war ebenfalls beim allgemeinen Interesse an Gold zu verzeichnen. Die Zahl offener Kontrakte reduzierte sich in der Woche zum 27. November von 525.940 auf 442.801 Futures und damit um 15,8 Prozent. Zurückführen lässt sich das auch auf den auslaufenden Dezember-Kontrakt.

Die kumulierte Netto-Long-Position der großen und kleinen Terminspekulanten fiel von 23.140 auf 16.100 Futures und damit um 30,4 Prozent. Einmal mehr hat man diese Entwicklung den Großspekulanten zu verdanken. Sie haben ihre Long-Seite um 8.700 Kontrakte zurückgefahren und gleichzeitig ihre Short-Seite nur um 1.700 Futures. Damit ist die Netto-Long-Position binnen Wochenfrist von 8.896 auf 1.871 Kontrakte abgestürzt. Prozentual betrachtet, ergab sich ein Minus von 79 Prozent.

Die Kleinspekulanten haben ihre Netto-Long-Position dagegen nahezu auf dem gleichen Stand belassen. In der Vorwoche lag sie bei 14.244 Kontrakten, danach bei 14.229 Futures.

Goldpreis kommt nicht vom Fleck

Der Goldpreis selbst kommt derzeit nicht wirklich vom Fleck und kennt auch keine klare Richtung. Die Widerstandszone von 1.230 US-Dollar pro Feinunze war auf jeden Fall eine zu hohe Hürde für das gelbe Edelmetall. Man geht davon aus, dass die US-Notenbank Fed im Dezember die Zinsen erneut erhöht, aber im kommenden Jahr dürfte sich das Tempo der Zinserhöhungen verlangsamen. Aktuell weist Gold einen satten Jahresverlust von sechs Prozent auf. Die Aktienmarktschwäche Europas hat den Goldpreis nicht beflügeln können. Aktuell bewegt sich der Goldpreis bei 1.218,98 US-Dollar pro Feinunze.

© WEGHV Redaktion