Montag, 19. November 2018

Großspekulanten laut COT-Report wieder pessimistisch

Die großen Terminspekulanten wissen beim Gold zur Zeit nicht wirklich, welche Richtung sie einschlagen sollen. Wie der aktuelle Commitments of Traders (COT) Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC vom letzten Freitag zeigt, sind sie erneut pessimistischer geworden.

Im Gegensatz dazu kletterte das allgemeine Interesse am gelben Edelmetall deutlich nach oben. Die Zahl offener Kontrakte erhöhte sich in der Woche zum 13. November von 494.911 auf 539.520 Futures. Das ist ein Plus von neun Prozent.

Die kumulierte Netto-Long-Position der großen und kleinen Terminspekulanten dagegen erlebte einen regelrechten Sturzflug. Binnen Wochenfrist fiel sie von 38.136 auf 1.823 Futures, was einem Minus von 95,2 Prozent entspricht. Vor allem die großen Terminspekulanten waren einmal mehr dafür verantwortlich. Sie haben ihre Long-Seite zwar nur leicht reduziert, dafür aber die Short-Exposure um 27.000 Futures ausgebaut. Damit hat sich ihre Netto-Long-Position von 19.026 Kontrakten in eine Netto-Short-Position von 9.247 Futures gedreht. Auch die Kleinspekulanten wurden Gold gegenüber skeptischer und reduzierten ihre Netto-Long-Position von 19.110 auf 11.070 Futures, was einem Minus von 42,1 Prozent entspricht.

Goldpreis mit unklarer Richtung

Der Goldpreis selbst ist ebenfalls derzeit unentschlossen. Zum Wochenbeginn fiel er zeitweise unter die wichtige Marke von 1.200 US-Dollar pro Feinunze. Dann aber wiederum bildete sich eine spürbare Erholung aus, was vor allem an den labilen Aktienmärkten, den Sorgen um Europa durch den Brexit und Italiens Schuldenberg zu erklären ist.

Aus charttechnischer Sicht bleibt die Lage somit spannend. Die Unterstützung im Bereich von 1.200 US-Dollar wird derzeit als solide angesehen. Das nächste Tief bei 1.175 US-Dollar pro Feinunze wird dagegen dem Goldpreis weniger Halt bieten. Aktuell spricht allerdings trotz allem mehr für den Kauf, als für den Verkauf von Gold.

Der Goldpreis selbst präsentierte sich zunächst stabil. Bis 0:52 Uhr mitteleuropäischer Zeit am Montagmorgen legte er um 1,40 US-Dollar zu und kletterte auf 1.222,63 US-Dollar pro Feinunze.

© WEGHV Redaktion