Montag, 12. November 2018

Große Terminspekulanten nehmen Gold wieder ernst

Wie aus dem aktuellen Commitments of Traders (COT) Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC vom vergangenen Freitag hervorgeht, haben sich die großen Terminspekulanten wieder auf Gold besonnen. Ebenfalls gab es eine deutlich positive Entwicklung beim allgemeinen Interesse an Gold zu beobachten. Die Zahl offener Kontrakte kletterte in der Woche zum 06. November 2018 von 474.941 auf 494.911 Futures und damit um 4,2 Prozent.

Die kumulierte Netto-Long-Position der großen und kleinen Terminspekulanten stieg binnen Wochenfrist von 31.205 auf 38.136 Futures und damit um satte 22,2 Prozent. Vorwiegend war das positive Ergebnis allerdings auf die Transaktionen der großen Terminspekulanten zurückzuführen. Sie haben ihre Short-Seite stark reduziert und die Long-Exposure leicht nach oben gefahren. Binnen einer Woche haben sie so ihre Netto-Long-Position von 13.194 auf 19.026 Kontrakte ausgebaut. Das ist ein Plus von 44,2 Prozent. Die Kleinspekulanten sind auf Wochensicht ebenfalls optimistischer geworden. Sie stockten ihre Netto-Long-Position von 18.011 auf 19.110 Kontrakte, also um 6,1 Prozent auf.

Goldpreis erhielt kräftigen Dämpfer

Der Goldpreis hat in der Zwischenzeit einen kräftigen Dämpfer hinnehmen müssen. In der letzten Woche erreichte er zwischenzeitlich ein Tief von 1.207 US-Dollar. Insgesamt kam er so auf ein Wochenminus von 1,9 Prozent. Überraschend hat der US-Dollar auf die Ergebnisse der Midterm-Wahlen reagiert: US-Präsident Donald Trump hat zwar die Mehrheit im Repräsentantenhaus an die Demokraten verloren und es droht nun ein Machtverlust, dennoch zeigte sich der US-Dollar recht unaufgeregt.

Das könnte auch an dem recht soliden Wachstumskurs der US-Wirtschaft liegen. Am Dienstag allerdings meldete der World Gold Council für Nordamerika, dass erstmals seit vier Monaten wieder Zuflüsse in physisch besicherten ETFs verzeichnet wurden. In Europa kann man diesen Trend schon länger beobachten. In den ersten zehn Monaten des Jahres verzeichneten die europäischen Gold-ETFs Zuwächse von mehr als 48 Tonnen.

Zum Start in die neue Handelswoche präsentiert sich der Goldpreis recht stabil. Bis 02:10 Uhr mitteleuropäischer Zeit fiel er um 0,50 US-Dollar auf jetzt 1.209,23 US-Dollar pro Feinunze.

© WEGHV Redaktion