Montag, 08. Oktober 2018

Stimmung bei Großspekulanten miserabel

Die Stimmung der Großspekulanten Gold gegenüber ist miserabel. Das zeigt der jüngste Commitments of Traders (COT) Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC vom vergangenen Freitag. Während sich beim allgemeinen Interesse an Gold in der Woche zum 02. Oktober 2018 kaum etwas getan hat und die Zahl offener Kontrakte mit minus 0,2 Prozent nahezu unverändert blieb, sah es bei der Markterwartung der Terminspekulanten deutlich anders aus.

Die kumulierte Netto-Short-Position der großen und kleinen Terminspekulanten erhöhte sich binnen Wochenfrist von minus 7.080 auf minus 8.875 Kontrakte. Für diese Entwicklung zeichneten vor allem die großen Terminspekulanten verantwortlich. Sie haben ihre Netto-Short-Position von minus 17.648 auf minus 21.822 Futures ausgebaut. Die Netto-Long-Position blieb dagegen nahezu unverändert.

Ganz anders die Kleinspekulanten, die bereits zum vierten Mal in Folge optimistischer dem gelben Edelmetall gegenüber geworden sind. Sie haben ihre Netto-Long-Position innerhalb einer Woche von 10.568 auf 12.947 Kontrakte ausgebaut.

Gold kämpft weiter mit 1.200 US-Dollar Marke

Der Goldmarkt ist sich weiter uneins. Zwar haben in der letzten Woche die Sorgen um Italiens Staatsfinanzen kräftig nachgelassen und die Rendite von zehnjährigen US-Staatsanleihen kletterte auf über drei Prozent – beides klare Indikatoren, die gegen Goldinvestitionen sprechen – doch der erwartete Verkaufsdruck blieb bislang aus. Zusätzlich kehrte der Goldpreis über die Marke von 1.200 US-Dollar pro Feinunze zurück. Das könnte man schon fast als ein Indiz für die relative Stärke des gelben Edelmetalls ansehen. Wenn noch der Verkaufsdruck der Anleihenmärkte sowie der Zinsanstieg auf die Aktienmärkte überschwappen, könnte dies auch positiv für Gold sein.

Zudem warnte der Internationale Währungsfonds bereits zur Wochenmitte vor allgemeinen Risiken für die Stabilität der globalen Finanzsysteme. So stuften die Analysten das steigende Niveau der Staatsschulden und Verringerungen bei Wachstumskraft und Produktivität als problematisch ein.

Trotzdem startete der Goldpreis mit einem Minus in die neue Handelswoche. Bis 06:22 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit am Montagmorgen fiel er um 6,40 US-Dollar. Damit liegt er jetzt bei 1.196,48 US-Dollar pro Feinunze und erneut unter der 1.200 US-Dollar Marke, was psychologisch gesehen natürlich nicht gerade günstig für Gold ist.

© WEGHV Redaktion