Dienstag, 12. Juni 2018

World Gold Council: Chinas Schmucknachfrage klettert wieder nach oben

Wie der World Gold Council in einem Bericht erklärt, klettert Chinas Nachfrage nach Goldschmuck nach einem leichten Einbruch von 2013 bis 2016 wieder nach oben. Seit Beginn der 2000er Jahre war hier vor allem eine Richtung, nämlich die nach oben, zu beobachten, was wohl auch daran lag, dass die Wirtschaft in China florierte und der Reichtum zunahm. Den Einbruch der Nachfrage bekämpfte China sehr schnell mit Gegenmaßnahmen.

China ist größter Goldschmuckmarkt

Derzeit ist China der weltweit größte Goldschmuckmarkt, auf den knapp ein Drittel (30 Prozent) der weltweiten Nachfrage entfallen. Bei einer Analyse zum chinesischen Markt gab es zudem eine interessante Beobachtung: Die Nachfrage richtet sich nach den Preisen und dem aktuellen Einkommen der Chinesen.

Bei steigenden Einkommen, steigt auch die Goldschmucknachfrage, bei höheren Preisen sinkt die Nachfrage. Das zumindest wäre die erste Vermutung. Fakt ist aber, dass sich die chinesische Goldschmucknachfrage auch vom Preistrend des gelben Edelmetalls beeinflussen lässt. Zeigt sich ein Abwärtstrend bei den Goldpreisen, so kaufen die Chinesen weniger Goldschmuck, zeigt sich ein Aufwärtstrend, steigt ihr Interesse in der Hoffnung, dass der Preis weiter steigt.

Zudem hat China einige Anreize geschaffen, um die Goldnachfrage wieder anzukurbeln. So wurden neue Marken und Kaufoptionen entwickelt, die den Schmuckhändlern zur Verfügung stehen. Hinzu kommt die wachsende Wirtschaft des Landes, die stark vom Konsum angetrieben wird. Das soll laut Experten langfristig zu einer Erholung auf dem chinesischen und damit einer Unterstützung auf dem weltweiten Goldmarkt führen, sind sich die Experten vom World Gold Council einig.

© WEGHV Redaktion