Mittwoch, 15. April 2015

Hat Gold das Schlimmste bereits hinter sich?

Davon zumindest gehen die Analysten der Bank of America Merrill Lynch aus. Die aktuelle Erhöhung der Federal Funds Rate halten die Analysten für die einzige größere Hürde für einen erneuten Goldpreisanstieg, wie sie in ihrem Report vom Montag, der bei Kitco News veröffentlicht wurde, erklärten.

Man erwartet demnach eine Normalisierung der Fed-Zinsen, allerdings keine drastischen Erhöhungen. Daher denken die Analysten auch, dass die massiven Einbrüche 2013 und die nur verhaltenen Preisentwicklungen im vergangenen Jahr jetzt der Vergangenheit angehören dürften. Das Schlimmste habe das gelbe Edelmetall mittlerweile hinter sich. Die US-Konjunktur scheint sich langsam zu erholen, doch geht man bisher nicht davon aus, dass bereits alles in „trockenen Tüchern" sei, was die US-Wirtschaft angeht. Daher schätzen die Experten, dass die Leitzinserhöhungen nochmals verschoben oder nur geringe Anhebungen der Zinssätze vorgenommen werden. Bis 2017 geht die Bank of America Merrill Lynch von einem Preisanstieg beim Gold auf bis zu 1.500 US-Dollar pro Feinunze aus.

Das Interessante an den aktuellen Prognosen ist, dass bereits im Juli 2014 eine sehr ähnliche Aussage von diesem Institut kam. Aktuell jedoch steht der Goldpreis bei nur noch 1.181 US-Dollar pro Feinunze bzw. bei 1.121 Euro. Damals jedoch kostete die Unze noch 1.307 US-Dollar. Und schon 2012 gaben die Analysten an, dass sie den Goldpreis bei 2.400 US-Dollar in Zukunft sehen. Damit zeigt sich einmal mehr, die Bank of America neigt zu optimistischen Prognosen für den Goldpreis, doch erfüllt haben sich diese in der Vergangenheit nicht immer. Denn der Wert von 2.400 US-Dollar für eine Feinunze Gold wurde nicht einmal in den Hochzeiten des Edelmetalls erzielt.

© WEGHV Redaktion